Eigenlager oder Fremdlager: Was passt besser zu deinem Onlineshop?

Welche Option ist die bessere - Eigenlager oder Fremdlager? Unser Experte Nico Wengler klärt auf.

25. Juli 2022

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Topics:

-

Lagerverwaltung /

Fulfillment

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Gretchenfrage: Eigenlager oder Fremdlager?

Bei der Einrichtung eines Onlineshops stellen sich zu Beginn
viele Fragen – Die Entscheidung über die Art des Lagers, ob Eigenlager oder
Fremdlager, ist eine dieser Fragen, die geklärt werden muss. Grundsätzlich gilt
es zu entscheiden, welche Art der Lagerung für das Unternehmen die
kostengünstigste Alternative darstellt. 


„Für die Wahl zwischen Eigenlager und Fremdlager existieren zwei wichtige Kriterien: Die Größe eines Shops und ob er als Retailer agiert oder eine eigene Marke etabliert hat.“, sagt Nico Wengler. Im Beitrag gibt dir Nico Tipps, wie du dich für die beste Variante für dein Unternehmen entscheiden kannst.

Inhalt:

  • Kriterium #1: Shopgröße
  • Kriterium #2: Retail vs. eigene Marke
  • Eigenlager oder Fremdlager: Vor- und Nachteile
  • Eigenlager oder Fremdlager: typische Probleme

Kriterium #1: Shopgröße

Wie genau wirkt sich die Größe eines Shops auf die Frage nach eigenem oder externem Lager aus? Nico Wengler dazu:

Eigenlager für kleine Shops

„Kleinen Unternehmungen, die gerade die ersten Schritte im Onlinehandel wagen, rate ich dazu, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Irgendwo findet sich in den eigenen vier Wänden immer Platz, um Waren zu lagern, zu verpacken und zu verschicken.

In dieser Phase würden die Kosten, die mit einem externen Fulfiller verbunden sind, ansonsten die komplette Marge auffressen. Denn dort wird selbstverständlich nicht nur das Porto für jede Lieferung berechnet, auch der Lagerplatz will bezahlt werden und auf jedes Paket entfällt zusätzlich eine Pick-Pack-Gebühr.

Natürlich bedeutet das zunächst viel Arbeit für die Händlerin oder den Händler. Aber sobald sich ein wenig Routine eingestellt hat, lassen sich Warenwerte in erstaunlich hohen Summen selbst verwalten. In meinem Onlineshop kratzten die Umsätze bereits an der Millionenmarke, bevor ich mir über einen Fulfiller überhaupt Gedanken gemacht habe.

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Externes Lager für etablierte Shops oder Start-ups

Shops, die sich in der sogenannten zweiten Wachstumsphase befinden, also bereits einige Produkte am Markt etabliert haben, sollten dagegen dringend über die Zusammenarbeit mit einem Fulfiller nachdenken. Denn jetzt kommen völlig neue Aufgaben auf die Unternehmer:innen zu:

Um weiterhin wachsen zu können, muss der Fokus ab sofort auf Strategie und Marketing liegen. Für das Päckchen packen fehlt einfach die Zeit. Wer sich auf die veränderten Kernaufgaben konzentrieren möchte, kann sich meist nicht noch zusätzlich um die Lagerlogistik kümmern.

Selbiges gilt auch für Start-ups, die von Geldgebern bereits mit größeren Beträgen ausgestattet wurden. Hier sollte der Fokus der Arbeit ebenfalls auf strategischer Planung liegen; das Startkapital ist in einen Fulfillment-Dienstleister also gut investiert.“

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Kriterium #2: Retail vs. eigene Marke

Langfristig kommt jeder erfolgreiche Shop in der dritten Wachstumsphase an. Jetzt wird der internationale Markt angepeilt. Ob ein eigenes Lager oder ein Fulfiller nun sinnvoller ist, hängt insbesondere vom Geschäftskonzept ab. Unser Profi rät:

 

Eigenlager für Retailer

„Versteht ein Shop sich vor allem als Wiederverkäufer von bereits etablierten Marken, sind die Margen größtenteils klein. Auch das Marketing nimmt nur eine untergeordnete Rolle ein, schließlich sind den Konsument:innen die Produkte bereits bekannt. Hier zählt vor allem Absatz in Masse, um einen Gewinn zu erzielen.

Daher rate ich Retailern dazu, langfristig auf eine eigene Lagerlogis