Lizza: Von Löwen, Leinsamen und Label-Workarounds

Das Food-Startup Lizza suchte ein Tool für saubere Prozesse und fand eine Out of the Box-Experience.

20. Nov. 2022

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Lebensmittel

Warum die Pizza von Lizza die gesündere Alternative für den Klassiker der italienischen Küche ist, was das Erfolgsrezept des Food-Startups ausmacht und wie das Lizza-Team mit Xentral alle E-Commerce-Prozesse im Blick behält, lassen wir uns von Geschäftsführer Damian Werner berichten.

Inhaltsverzeichnis

  • Auf der Suche nach dem Erfolgsrezept: Wie alles begann

  • Lizza läuft – landauf, landab

  • Die Höhle der Löwen bringt Chancen – und Chaos

  • Was hat sich für Lizza mit Xentral verbessert?

  • So geht es für Lizza mit Xentral weiter



Lizza ist erst ein paar Jahre alt und trotzdem blickt das Food-Startup schon jetzt auf eine bewegte Firmengeschichte zurück. Seit 2015 kreiert das junge Unternehmen Low-Carb-Versionen verschiedener Food-Produkte. 2016 nimmt die Sache dann so richtig Fahrt auf, als die Lizza-Gründer Matthias Kramer und Marc Schlegel einen ganz besonderen Pizzateig bei „Die Höhle der Löwen“ präsentieren.

Auf der Suche nach dem Erfolgsrezept: Wie alles begann

Fangen wir von vorn an: Matthias und Marc sind eigentlich Banker, die allerdings keine Lust auf eine klassische Karriere in der Finanzwelt hatten. Sie machen sich stattdessen selbstständig und entwickelten eine Dating-App. Die Kund:innenzufriedenheit spielt für sie schon damals eine große Rolle, deshalb veranstalten sie Test-Partys, um Ideen auszuprobieren und Feedback zu sammeln.

Auf einer dieser Partys tischt Matthias, der sich bewusst für eine Low-Carb-Ernährung entschieden hat, eine Leinsamenpizza auf – und niemand interessierte sich mehr für die App-Ideen. Da es im Handel keine vergleichbaren Produkte gibt, ist die Geschäftsidee für Lizza geboren. „Lizza“ leitet sich von „Low-Carb-Pizza“ ab. Der Pizzateig basiert auf Leinsamen und ist deshalb glutenfrei, vegan, bio und arm an Kohlenhydraten – dafür aber reich an Proteinen.

Lizza läuft – landauf, landab

Bei einem Streetfood-Markt stellen Matthias und Marc ihre Idee vor und schärfen ihre Zielgruppe – das sind vor allem Menschen mit Glutenintoleranz, die viele herkömmliche Gerichte und Backwaren nicht vertragen. Mit einem zum Foodtruck umgebauten DHL-Lieferwagen klappern sie verschiedene Festivals ab und lernen dabei immer mehr über die Bedürfnisse ihrer Kund:innen.

Besonders der Pizzaboden erregt Aufmerksamkeit. Ein weiteres wichtiges Learning für die geschäftstüchtigen Pizzabäcker: Sie sind nicht die geborenen Gastronomen, weshalb sich auch die Wachstumsmöglichkeiten in Grenzen halten. Allerdings gibt der Low-Carb-Boden ihrer Pizza eine ideale Handelsware ab. Kurzerhand verwandeln sie den Foodtruck in eine Bäckerei.

Im Sommer 2016 übernehmen die Leinsamen-Cowboys dann eine ehemalige Backstube, stellen erste Mitarbeiter:innen ein und eröffnen einen Shopify-Shop. Ohne Bäckereierfahrung stellen sie sich den Herausforderungen und lernen eine Menge dazu. Die nächste Entwicklungsstufe ihres Unternehmens müssen sie deshalb auch nicht mühsam erklimmen, sondern legen sie in der Rakete zurück.

Die Höhle der Löwen bringt Chancen – und Chaos

Ein Auftritt bei Die Höhle der Löwen bringt Matthias und Marc in kürzester Zeit die größtmögliche Aufmerksamkeit: 3,1 Millionen Zuschauer sehen zu, wie sie den begehrten Deal ergattern und gleich zwei Investoren begeistern – Frank Thelen und Carsten Maschmeyer bieten den Gründern als Duo einen Deal an.

Der Auftritt brachte nicht nur dem Sender eine Rekordquote, sondern auch dem Lizza-Onlineshop: 15.000 Bestellungen gehen allein am Abend der Ausstrahlung ein. Die folgenden Jahre sind ähnlich ereignisreich: Rasantes Wachstum, ein Millionen-Exit der Gründer, ein Teamwachstum auf 55 Mitarbeiter:innen und neue Absatzmärkte prägen den Werdegang von Lizza. Neben Pizzateig finden Fans bewusster Ernährung mittlerweile auch Nudeln, Toasts, Brötchen und Backmischungen, als Low-Carb-Variante im Shop des Startups.

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Fehleranfällige Workarounds führen Lizza zu Xentral

Eine wichtige Rolle in der Geschichte von Lizza spielt Xentral. Damian Werner, ITler und damals Betriebsleiter des Food-Startups, entdeckt die Business Operations Software aus Augsburg schon 2017. Allerdings ist sein Team noch nicht bereit für ein neues Business Tool, da im Vertrieb gerade erst myFactory eingeführt worden war, um damit Rechnungen und Lieferscheine zu erstellen.

Trotzdem ist Damian neugierig und hört sich um. In einem Call mit anderen Jungunternehmen aus dem Food-Bereich, die Xentral nutzen, lässt er sich von Erfahrungen berichten und schaut sich bei einem Food-Startup vor Ort an, wie Xentral operativ performt. Im September 2018 bespricht er dann mit Xentral Founder Benedikt, wie das Tool seinem Business helfen kann.

Das ist auch nötig: Mittlerweile zeigt der Tech-Stack von Lizza Schwächen. Zwei der Probleme, die gelöst werden müssen, sind die Verbindung von Onlineshop und Lagerhaltung und die Erstellung von DHL-Labels. Vor Xentral hat Damian Labels aus Shopify exportiert, bei DHL eingespielt, als PDF heruntergeladen und mit einem Workaround beschriftet. Das DHL-Label diente dann dem Versand als Pickliste. Damian hat den Prozess zwar kunstvoll über Google Sheets Scripts automatisiert. Doch dass Fehler dabei vorprogrammiert waren, kannst du dir denken.

Als das Sortiment wuchs und mit ihm die Produktvarianten, war absehbar: Mit dem bisherigen Setup ist Wachstum unmöglich. Die endgültige Entscheidung für Xentral war schnell getroffen, als Benedikt es in nur einer halben Stunde schaffte, Xentral an Shopify anzubinden und saubere Labels zu erstellen.

Was hat sich für Lizza mit Xentral verbessert?

Innerhalb von drei Monaten war Xentral inklusive Lagerverwaltung eingeführt. Am 1. Januar 2019 ging das neue Setup live. Der Vertrieb lief noch einige Monate auf myFactory weiter und im Sommer wurde dann das Produktionsmodul von Xentral eingeführt. Heute sind die Business Operations komplett auf Xentral umgezogen. Das hat in mehreren Bereichen Verbesserungen bewirkt.

Professionell vernetzte Prozesse statt professionalisierter Workarounds

Vor Xentral arbeiteten Damian und sein Team mit „professionalisierten Workarounds“ in Google Sheets. Für die Versandplanung kamen Post-its zum Einsatz. „Das war alles schnell, es hat funktioniert, aber es war wackelig. Xentral hat Stabilität und Skalierfähigkeit in unsere Prozesse gebracht“, beschreibt der Betriebsleiter das Vorher-Nachher-Szenario.

„Xentral hat es uns ermöglicht, alle vorherigen Workarounds in einem System abzubilden und zu vernetzen“, sagt Damian. Die E-Commerce-Aufgaben haben nach der Einführung von Xentral von einem auf den anderen Tag funktioniert. Für Damian ist Xentral deshalb wie eine „Out of the Box-Experience”.

„Xentral ist eine Out of the Box-Experience.” – Damian von Lizza


Voraussetzungen für Wachstum geschaffen

Anders als andere Xentral User hat Lizza durch die Einführung der Business Operations Software keine größere Zeitersparnis erreicht – dafür ist alles, was heute über Xentral läuft, wachstumsfähig geworden. Hätte Lizza die Produktion ohne Xentral verdoppelt, wäre der Schritt wesentlich aufwendiger und teurer gewesen – und hätte Damian den letzten Nerv gekostet.

Einen weiteren erfreulichen Impact hatte Xentral auf das Versandvolumen: Vor der Einführung lag die Quote im Schnitt bei 30.000 E-Commerce-Paketen im Jahr – jetzt sind es 80.000.

Compliance-Herausforderungen einfach gemeistert

Lizza hat nach der Xentral Einführung die Zertifizierung nach dem IFS-Food-Standard in der Version 7 erreicht. Das bedeutet unter anderem, dass in der Produktion nachweislich alle rechtlichen Vorgaben in Bezug auf Lebensmittelsicherheit, -legalität und -qualität gewährleistet sind. Das Food-Startup ist damit so hoch zertifiziert, dass es theoretisch Babynahrung verkaufen dürfte, die besonders streng überwacht wird.

„Mit Xentral können wir compliant sein“, unterstreicht Damian. Das ist im Fall von Lizza auch besonders wichtig: Andere Food-Startups haben eine eigene Marke, aber die Produktion und damit auch Zertifizierungs- und Compliance-Herausforderungen übernehmen Partner. Lizza ist dagegen ein Lebensmittelproduzent mit eigener Herstellung und Marke und trägt deshalb die gesamte Verantwortung allein. 

„Mit Xentral können wir compliant sein.“ – Damian von Lizza

So geht es für Lizza mit Xentral weiter

Aktuell betreibt Lizza drei Shopify-Stores, je einen in UK, der EU und Deutschland. Außerdem sind Amazon und ein eigenes Fulfillment angebunden. Das Außendienstteam nutzt ein CRM und die Buchhaltung arbeitet mit dem DATEV-Export aus Xentral.

Für die Zukunft ist geplant, die Internationalisierung noch mehr voranzutreiben, vor allem in England. Ein Partner vor Ort ist bereits gefunden, der Versand wird an Xentral angeschlossen. Um sich auf dem europäischen Markt breiter aufzustellen, werden die Etiketten für die Produkte übersetzt. Außerdem ist geplant, mit Procuros EDI anzubinden.

Mit Xentral als Basis für das weitere Wachstum und die Zukunftspläne ist Lizza optimal aufgestellt. Wir sind gespannt, wie die Geschichte weitergeht, die mit Pizza backenden Bankern begann.

Wenn du jetzt auch bereit bist, deine Business Operations zu verbessern, dann teste Xentral unverbindlich für 14 Tage oder vereinbare einen Demo-Call. Jetzt loslegen!

 

Steckbrief: Lizza GmbH

Gegründet

2015

Website

www.lizza.de und www.lizza.net

Xentral-Impact 

  • Wachstumsfähige Prozesse
  • Vor Xentral: 30.000 E-Commerce-Pakete im Jahr, jetzt: 80.000

  • Stabilität in den Prozesse

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Elisabeth Büschler

Sie begeistert sich für innovative Brands und Content – und ist deshalb bei Xentral mit seinen mehr als 1.700 Startups und KMU goldrichtig. Ihr Antrieb ist es, die Xentral-Community mit hilfreichen Inhalten auf das nächste Business Level bringen.

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