Wie Meine Orangerie mit Xentral aufblüht

Warum mediterrane Pflanzen sein Schicksal sind, wie es zu seinem exotischen Unternehmen kam und wie Xentral dazu beiträgt, dass es weiterhin wächst & gedeiht, erfahren wir vom Gründer und langjährigen Pflanzenflüsterer Christoph Lindlar.

26. Aug. 2022

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Haus & Garten

Wenn das Leben dir Zitronen gibt...

... mach einen Onlinehandel draus!

Na gut, der Name lautet zwar “Meine Orangerie”, aber das Bild stimmt trotzdem - denn verkauft werden hier immerhin Zitrusgewächse aller Coleur.

In Christoph wird die Liebe zur Flora schon früh geweckt; bereits mit 14 Jahren hilft er im Gartencenter gegenüber aus und verdient sich etwas zum Taschengeld dazu.

Zehn Jahre lang und bis weit ins Studium hinein bleibt er diesem Nebenjob treu und lernt dabei die Grundlagen des (Pflanzen-)Handels. Auch als Diplomkaufmann zieht es ihn mit seinen Vorkenntnissen bald wieder zum Grünzeug, diesmal allerdings im Großhandel. Blumen & Pflanzen, Obst & Gemüse -er weiß, wie man sie an den Mann (und an die Frau) bringt.

Nach acht Jahren in Anstellung juckt es ihn dann in den grünen Daumen, ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen. Und was wäre bei seinem Werdegang wohl sinnvoller, als seine Expertise zu nutzen und wiederum zarte Pflänzchen feilzubieten?

Ein knospendes Unternehmen

2014 beginnt sein Weg als Unternehmer, zunächst parallel zum Hauptjob. Ein Online-Einzelhandel für mediterrane Pflanzen verbindet für Christoph sein Interesse am Handel mit den Büschen, Bäumen und Blumen, für die sein Herz schlägt.

Als Meine Orangerie quasi Wurzeln schlägt und erste Früchte trägt, wagt Christoph einen radikalen Schnitt und setzt ganz auf sein unternehmerisches Eigengewächs. Aus Sizilien importiert bietet er ausgesuchte Pflanzen - im wahrsten Sinne des Wortes, er reist regelmäßig gen Italien, um seine Ware persönlich in Augenschein zu nehmen - in einem Webshop zum Kauf an.

Pflanzen sind naturgemäß anfällige und zarte Geschöpfe, die pfleglich behandelt und vorsichtig transportiert werden müssen. Eine logistische Herausforderung, die besondere Lösungen erfordert. Auf sich allein gestellt fungiert Christoph in der ersten Zeit als Ein-Mann-Firma, versorgt die verschiedenen Gewächse in seinem Lager, kommuniziert mit den Kunden und schafft die verpackten Bäumchen zur Not gar mit dem eigenen Fiat Cinquecento zur Post.

Kartons Fiat 500.jpg

Meine Orangerie schießt ins Kraut

Doch mit wachsendem Erfolg wächst auch das Unternehmen, mittlerweile gehen ihm fünf Teil- und Vollzeitkräfte zur Hand und sorgen dafür, dass Hobbygärtner im ganzen Land an ihre sehnlichst erwarteten Bonsai-, Oliven- und Limettenbäume kommen. Im Büro erhält er zudem Unterstützung durch seine Frau Dani - bald sogar in Vollzeit. Und die Wege zur Post mit dem eigenen PKW gehören längst der Vergangenheit an!

Eine Rankhilfe muss her

Christoph weiß durch seine Jahre im Pflanzenhandel von vornherein, dass er nicht um ein Warenwirtschaftssystem herumkommen wird. Zunächst nutzt er die Onlineshop-Software Magento, die aber schon bald seinen Bedürfnissen nicht mehr gerecht werden kann. Excel muss herhalten, wo bestimmte Funktionen fehlen, die Übersichtlichkeit lässt zu wünschen übrig und ständig besteht Gefahr, unbemerkt leerverkauft zu sein, weil die Zahlen nicht auf Stand sind. Die Bestände falsch, der Einkauf nicht abgebildet - die bisherige Lösung ist schlicht und einfach unzureichend.

Amazon hat sich zu einem wichtigen Zweig für Meine Orangerie entwickelt, für Christoph ist der Verkauf über den eigenen Onlineshop allerdings das Nonplusultra. Denn Amazon, stets primär interessiert an Masse, Effizienz und automatisierten Prozessen, kann nicht viel anfangen mit Naturprodukten, die weder Postlagerung über die Feiertage noch allzu kalte Temperaturen vertragen - und mitunter sogar vor dem Versand noch einmal ganz neu bestellt werden müssen, weil sie schlicht nicht mehr schön aussehen.

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