My Makery: Super Prozesse für Superfood aus Kastanien

Mit Maronen und Xentral ist My Makery durchgestartet. Gründerin Birgit teilt ihre Story und Tipps.

16. Dez. 2022

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Lebensmittel

Birgit Tantner, Gründerin von My Makery, verkauft mit ihrem Startup Brotbackmischungen aus Kastanienmehl.

Mehr Transparenz in Backmischungen – das war Birgit Tantners Antrieb für die Entwicklung einer eigenen Brotrezeptur. Wie die Gründerin und Geschäftsführerin von My Makery mehr Transparenz in ihre Prozesse brachte und warum sie auf ein Lean-Startup setzt, erfährst du hier.

Inhaltsverzeichnis

  • Esskastanien als Einstieg in den E-Commerce

  • Die lange Suche nach den richtigen Partnern

  • Xentral brachte Übersicht bei den Daten

  • Chargen und Bestellungen immer im Blick

  • Xentral als Cockpit für Business-Wachstum

  • Tipps für dein Food-Business

 

Das eigene Brot backen – für die einen ein schöner Zeitvertreib, für andere eine Frage der Transparenz: Als Sportwissenschaftlerin und Ernährungscoach wollte Birgit Tantner irgendwann ganz genau wissen, welche Inhaltsstoffe in ihrem Brot stecken. Ihre ernüchternde Erkenntnis: Die Zutaten vieler Brotbackmischungen waren für ihre Ansprüche an eine gesunde Ernährung alles andere als optimal.

Und so begann Birgits Suche nach der perfekten Zusammenstellung bester Zutaten für ihre Traum-Backmischung. Glutenfrei, gesund und geschmackvoll sollte sie sein. Ein Artikel über Hildegard von Bingen brachte sie auf die Idee, es mal mit Mehl aus Maronen zu versuchen. 

Hildegard von Bingen war eine deutsche Universalgelehrte und die vielleicht erste Kastanienmehl-Influencerin überhaupt: Sie lobte die natürliche Backzutat als Basis für nährstoffreiche und gesunde Lebensmittel.

Esskastanien als Einstieg in den E-Commerce

Das aromatische Mehl aus Esskastanien traf auch Birgits Geschmack auf den Punkt. Sie fing an, die ersten glutenfreien Brotbackmischungen auf Basis von Maronen zu produzieren. Anfangs noch zu Hause, heute mit Unterstützung durch Lohnhersteller.

Ihr „Superfood in Brotform“ verkauft Birgit seit 2019 mit ihrem Startup My Makery über den eigenen Onlineshop und inzwischen auch im Lebensmitteleinzelhandel (LEH). 

Die ersten Kund:innen waren jedoch Freund:innen der Ernährungsexpertin. Sie kamen als erste in den Genuss der frühen Mischexperimente. Im Gegenzug füllten sie von Birgit selbst entwickelte Fragebögen aus. 

Nach ersten Optimierungen ihrer Mischung baute Birgit quasi vom Sofa aus ihren Onlineshop auf. Mit diesem Kanal hatte sie die Möglichkeit, auch über ihren Bekanntenkreis hinaus Feedback einzuholen und ihr Produkt immer weiter zu perfektionieren.

Die Resonanz war hervorragend. Die Zahl der Bestellungen ging kontinuierlich nach oben und irgendwann stand Birgit vor der Entscheidung, ob sie aus ihrem Hobby einen Vollzeitjob machen sollte. Sie entschied sich dafür und stand nun vor der Herausforderung, ihren Umsatz zu steigern. Und das bedeutete, einige Prozesse umzukrempeln.

In den Brotbackmischungen von My Makery finden sich neben Kastanienmehl weitere gesunde Zutaten wie Kürbiskerne.

Die lange Suche nach den richtigen Partnern

Nachdem sie ihre Mischungen anfangs noch selbst zusammengestellt und abgefüllt hatte, entschied sich Birgit mit Gründung ihres Startups für die Zusammenarbeit mit einem Lohnmischer.

Die Mission der My Makery-Gründerin ist es, ihren Kund:innen eine nährstoffhaltige, natürliche und abwechslungsreiche Ernährung zu ermöglichen, die wenig Zeit kostet und keine Kompromisse bei der Qualität und im Geschmack erfordert. Denn halbe Sachen kamen für Birgit weder bei den eigenen Prozessen noch bei ihren Geschäftspartnern infrage.

In die Suche nach einem Produktionspartner musste sie deshalb etwas Zeit investieren: Erst nach einem dreiviertel Jahr wurde sie fündig. Ein Hindernis war, dass Kastanienmehl für viele Lohnfertiger zu exotisch ist. Außerdem war vielen Anbietern die Produktionsmenge ihres Startups zu klein. Am Ende war ihre Suche jedoch erfolgreich.

Für den Versand beauftragte sie einen Fulfillment-Anbieter. Und weil sie mit ihren Backmischungen auch die Regale von Bio-Supermärkten erobern wollte, gründete sie eine GmbH.

Xentral brachte Übersicht bei den Daten

Als die wichtigsten Prozesse und Partnerstrukturen aufgesetzt waren, machte Birgit die gleichen Erfahrungen wie viele andere Startups: Mit wachsender Komplexität der Prozesse und Daten im Unternehmen schleichen sich immer mehr Fehler ein. Die Zeit, sich auf das Business zu konzentrieren, wird gleichzeitig immer knapper.

Im Austausch mit anderen Gründer:innen über ihre Herausforderungen begegnete ihr der Name Xentral. Viele junge Food-Anbieter starten mit Xentral und bauen ihre Prozesse darauf auf, um nachhaltig zu wachsen. Also entschied sich auch Birgit dafür.

„Am Anfang war die Software für mich überdimensioniert“, sagt sie. Doch spätestens als die Wachstumsschübe ihres Unternehmens die Menge an Daten in ihrem Business immer weiter wachsen ließen, war klar: Die Entscheidung für die Business Software war genau richtig: „Mit Xentral sind alle Daten viel einfacher zu vernetzen als vorher.“ 

Vor allem im LEH-Bereich spürt Birgit damit eine deutliche Entlastung: „Man glaubt gar nicht, wie viele Preise und Daten dort zu organisieren sind. Dafür benötigt man ziemlich schnell saubere Prozesse“, weiß sie jetzt aus Erfahrung.

Lesetipp: So verkaufst du deine Produkte im Supermarkt


Unterstützung beim Onboarding für einen einfachen Start

Besonders positiv war für Birgit, mit einem persönlichen Ansprechpartner starten zu können. Wichtig für sie war, dass sie mit der Business Software die Grundfunktionen der Warenwirtschaft abdecken kann. Sie war froh, von einem Experten durch die Funktionen geführt zu werden. 

Ihr Ansprechpartner konnte sehr gut einschätzen, welche Prozessautomatisierungen sie akut benötigt. Auch um die Anbindung an andere Systeme und an die Systeme ihrer Partner hat sich ihr persönlicher Xentral Ansprechpartner gekümmert und ihr damit viel Zeit gespart.

Chargen und Bestellungen immer im Blick

Mit Xentral stehen Birgit jetzt viele Funktionen zur Vereinfachung ihres Business-Alltags zur Verfügung. Angebote, Lieferscheine und Rechnungen organisiert sie täglich mit Xentral. Außerdem sind ihre Logistik und die Lagerverwaltung in der Plattform abgebildet.

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Xentral unterstützt die Gründerin auch bei wichtigen Aufgaben, die speziell Food-Startups viel abverlangen. So muss im F&B-Bereich eine nahtlose Chargenverfolgung gewährleistet sein. Wie wichtig das ist, hat Birgit bereits am Anfang ihrer Startup-Karriere erfahren.

In den früheren Mischungen verwendete sie noch Mandelmehl. „Einmal gab es eine Rückrufaktion. Der Lieferant rief mich an und sagte mir, dass ich alle Produkte zurückrufen muss, in denen ich das Mehl verwendet habe. Ich hatte damals alle Chargen anhand des MHD in Excel dokumentiert und Glück gehabt: Das Mehl war zwar schon verarbeitet, aber noch nicht verkauft.“

Heute läuft die Chargenverfolgung noch übersichtlicher und automatisiert in Xentral. Genau wie Birgit kann auch ihr Lohnmischer dank Xentral jede Charge genau nachverfolgen.

Erleichterung bringt Xentral außerdem im LEH-Bereich. Birgit verkauft unter anderem an denn’s Biomärkte, Globus Markthallen oder EDEKA Filialen . Die Bestellungen gibt sie in Xentral ein und das System übermittelt die Informationen automatisch an das Fulfillment und verschickt Lieferschein und Rechnung gleich mit.

Lesetipp: Erfahre, wie dein Food-Business die Chargenverfolgung meistert

Xentral als Cockpit für Business-Wachstum

Und wie geht es Birgit heute mit ihrer Business Operations Software? „Xentral ist das erste Programm, das ich morgens am Computer aufmache. Es ist wie ein Cockpit, aus dem ich die meisten meiner Prozesse steuere. Ich habe damit immer den Überblick.“

Mit ihrer Business Software, ihrem Durchblick bei allen Business-Prozessen und ihren Partnern will Birgit sich jetzt ihren Zukunftsplänen widmen. Dazu gehören die weitere Internationalisierung ihres Unternehmens, der Ausbau des Direktvertriebs und die Stärkung der bestehenden LEH-Beziehungen.

Tipps für dein Food-Business

Wie meistert Birgit die Herausforderungen, vor denen viele E-Commerce-Startups heute stehen? Für die Gründerin haben sich ein leaner Ansatz und Networking bewährt. Im Moment besteht ihr Unternehmen aus drei festen Mitarbeiter:innen inklusive ihr selbst, und einer Minijobberin, die für Social Media zuständig ist.

Darüber hinaus hat sie ein starkes Netzwerk aufgebaut – angefangen beim externen Produzenten über den Logistiker und die Verpackungsdesignerin bis hin zu einem IT-Freelancer. Auch wenn ihre Partner:innen nicht fest bei ihr angestellt sind, ist das Team eng zusammengewachsen.

Der Vorteil dieses Lean-Setups: Birgits Fixkosten sind sehr gering, was in Krisenzeiten Gold wert ist. Perspektivisch möchte sie ihr Team erweitern, im Moment profitiert sie jedoch von der Aufstellung.

Ein weiterer Tipp: Der Bereich Lebensmittel ist in Deutschland streng reguliert. Für Branchenfremde ist das eine Herausforderung, die Birgit mit viel Einlesen und eigener Recherche gestemmt hat. 

Wichtiger war aber, mit Partner:innen und Mitstreiter:innen ins Gespräch zu kommen. Ihr Müller hat ihr zum Beispiel wertvolle Tipps in Sachen Lebensmittelsicherheit gegeben. Das neu gewonnene Wissen hat sie dann mit eigenen Recherchen bei Ämtern und Expert:innen vertieft.

Lass dein Wissen also organisch wachsen – mit

  • Fragen an Partner:innen und Expert:innen

  • Netzwerken auf Veranstaltungen und mit Unternehmen deiner Branche

  • eigenen Recherchen, etwa im Xentral Blog

  • learning by doing

Den Weg in den Lebensmitteleinzelhandel konnte Birgit übrigens ebenfalls bequem über ihr Netzwerk gehen – ein ehemaliger Vertriebs-Freelancer hatte genau die richtigen Kontakte. Den Kampf um den Regalplatz muss sie allerdings jeden Tag aufs Neue bestreiten. Zum Glück unterstützt Xentral sie dabei, im Business-Alltag Kräfte zu sparen und in den LEH-Marathon zu investieren.

Brauchst du auch endlich mehr Kraft und Zeit, um dein Business weiterzuentwickeln? Wenn du jetzt deine eigenen Business Operations verbessern willst, probiere Xentral unverbindlich aus. Für individuelle Fragen stehen dir unsere Expert:innen im Rahmen eines Demo-Calls zur Verfügung. Jetzt loslegen!

 

Steckbrief: Banti GmbH (My Makery)

Gegründet

2022

Mitarbeiter:innen

3

Website

mymakery.de

Xentral-Impact 

  • Chargenverfolgung vereinfacht
  • Nahtlose Anbindung an Fulfillment und Lohnfertiger
  • Order Management für Shop und LEH automatisiert

convert
Elisabeth Büschler

Sie begeistert sich für innovative Brands und Content – und ist deshalb bei Xentral mit seinen mehr als 1.700 Startups und KMU goldrichtig. Ihr Antrieb ist es, die Xentral-Community mit hilfreichen Inhalten auf das nächste Business Level bringen.

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