Lagerverwaltungssoftware: Finde das passende Tool für dein Business

12 Minuten Lesedauer
Geschrieben von Enrico Schmidt
am

Manuell sind logistische Prozesse nur bis zu einem gewissen Grad realisierbar. Wenn dein Bestellaufkommen zu groß wird und/oder du mehrere Verkaufskanäle bespielst, ist das Fulfillment ohne eine entsprechende Lösung nicht mehr möglich, geschweige denn wirtschaftlich. Eine Lagerhaltungssoftware schafft hier Abhilfe und hilft dir dabei, deine Logistikprozesse zu automatisieren. Doch worauf kommt es bei der Auswahl eines geeigneten Lagerverwaltungsprogramms an und wie findest du das passende Tool für dein Unternehmen? Wir möchten diesen Blogbeitrag gerne dazu nutzen, um diese und weitere Fragen zu beantworten.

 

Inhaltsverzeichnis:

  • Wozu dient eine Lagerverwaltungssoftware?
  • Lagerverwaltungssoftware: Worauf kommt es an?
    • Nahtlose Integration
    • Multichannel-Tauglichkeit
    • Internes und externes Fulfillment abbilden
    • Standortunabhängig und Flexibel nutzen
    • Eine Lösung, die mitwächst
    • Dezentrales Cloud-Hosting

 

Wozu dient eine Lagerverwaltungssoftware?

Generiert die reibungslose, automatisierte Logistik zusätzliche Verkäufe? Langfristig vielleicht, wenn deine Kunden den guten Service zu schätzen gelernt haben und aufgrund dessen wieder bei dir einkaufen. In Zeiten, in denen 95% der Deutschen Onlineeinkäufe tätigen (Quelle: statista.de), sind funktionierende logistische Prozesse aber vielmehr Hygienefaktoren, die deine Kundschaft voraussetzt. Im Umkehrschluss können Unterbrechungen innerhalb deiner Logistik aber zu einem erhöhten Aufwand im Kundensupport, unnötigen Retouren und schlimmstenfalls sogar Imageschäden führen, die sich auch auf deinen Cashflow auswirken können.

 

Dies soll mit einer Lagerhaltungssoftware auf jeden Fall vermieden werden. Durch die eingangs bereits erwähnte Automatisierung deiner Logistikprozesse werden Fehlerquellen minimiert. Gleichzeitig setzt ein Lagerverwaltungssystem Ressourcen frei, die ohne entsprechende Lösung an die manuelle Bearbeitung gebunden sind.

 

Vereinfacht gesagt, schafft Lagerverwaltungssoftware ein digitales Abbild deines Lagers und der mit ihm verbundenen Prozesse. Daraus ergeben sich auch die Aufgaben eines solchen Tools:

 

  • Warenein- und -ausgänge erfassen: Das System muss jeden Zu- und Abgang registrieren und festhalten. Dies kann zum Beispiel mithilfe von Barcode-Scannern geschehen.
  • Interne Bewegungen dokumentieren: Vor allem in größeren Lagerzentren kommt es häufig zu Umlagerungen. Diese sollten ebenfalls von der Lagerverwaltungssoftware erfasst werden, damit der Standort der Ware schnell bestimmt werden kann.
  • Bestände überwachen: Lagerverwaltungssoftware sollte die vorhandenen Bestände jederzeit im Blick haben und sowohl bei zu hohen als auch bei zu geringen Mengen eine Fehlermeldung ausgeben.
  • Transparenz ermöglichen: Nicht nur du willst wissen, ob und welche Artikel bei dir vorrätig sind – dasselbe gilt auch für deine Kundschaft. Informationen zu den Beständen und ein möglichst exaktes Lieferdatum erhöhen deine Verkaufschancen.
  • Warenströme analysieren: Ein Lagerverwaltungsprogramm sammelt permanent Daten über den Warenfluss und kann so auch als Analysetool fungieren.

 

 

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Lagerverwaltungssoftware: Worauf kommt es an?

Bei den obenstehenden Punkten handelt es sich im Grunde um die Kernfunktionen, die deine Lagerverwaltungssoftware in jedem Fall beinhalten sollte. Abseits von diesen gibt es jedoch noch eine Reihe weiterer Kriterien, die du bei der Auswahl deiner Lagerverwaltungssoftware in Betracht ziehen solltest. Die wichtigsten von Ihnen stellen wir dir im Folgenden vor.

 

Nahtlose Integration

Deine Lagerverwaltungssoftware sollte kein starres, in sich geschlossenes System sein, das „nur“ die Warenbewegungen deines Lagers überwacht. Eine gute Lösung ist direkt in deine Softwarelandschaft integriert und kommuniziert über performante Schnittstellen (APIs) mit anderen Systemen. Wenn du beispielsweise in deinem Onlineshop etwas verkaufst, sollte sich der Warenbestand entsprechend verändern. Doch nicht nur Verkaufsplattformen sollten sich an deine Software anbinden lassen: Mit der Integration von Buchhaltung und Rechnungslegung kannst du viele weitere Prozesse automatisieren, die im Falle einer manuellen Bearbeitung zeitraubend und fehleranfällig sind.

 

Multichannel-Tauglichkeit

Viele Unternehmen verkaufen nicht nur auf einer Plattform: Neben einem eigenen Onlinestore bedienen sie Marktplätze wie Amazon, eBay, Kaufland oder Etsy. Hinzu kommt womöglich noch ein lokales Geschäft, das ein Kassensystem (POS) nutzt. Wenn du selbst auch nur einige dieser Kanäle nutzt oder künftig nutzen willst, sollte deine Lagerverwaltungssoftware ein zentrales Multichannel-Management ermöglichen. So kannst du dein Kunden-, Produkt- und Bestandsdatenmanagement in einer Plattform abwickeln und behältst den Überblick.

 

Lesetipp: Du willst wissen, wie du ein ERP an einen Onlineshop anbinden kannst? Dann empfehlen wir dir diesen Beitrag.

 

Internes und externes Fulfillment abbilden

Womöglich ist die Bezeichnung „dein Lager“ gar nicht die exakteste, weil du anstelle eigener Kapazitäten externe Fulfillment-Dienstleister oder Programme wie Amazons FBA nutzt oder weil dein Warehousing eine Mischform aus interner und externer Lagerung beschreibt. Deiner Lagerverwaltungssoftware sollte es egal sein, wo und wie dein Fulfillment stattfindet.

 

Standortunabhängig und Flexibel nutzen

In Zeiten von Homeoffice bist du als Unternehmer in der Welt zuhause. Da wäre es praktisch, wenn sich dein Inventory Management auch standortunabhängig realisieren ließe. Wenn sich deine Lagerverwaltung am Smartphone per Browser oder per App steuern lässt, braucht es dazu noch nicht mal einen Laptop und du kannst deine Logistik jederzeit von unterwegs überwachen.

 

Eine Lösung, die mitwächst

Eine Lagerverwaltungssoftware für ein kleines Unternehmen zu finden, kann aufgrund des Kostenfaktors zur Herausforderung werden. Vor allem in frühen Phasen deines Unternehmens verfügst du womöglich nicht über die finanziellen Mittel für eine Enterprise-Lösung. Dein Lagerverwaltungsprogramm sollte deshalb über ein auf dein Unternehmen zugeschnittenes Preismodell verfügen.

 

Dezentrales Cloud-Hosting

Bei der Wahl deiner Lagerhaltungssoftware kann es auch sinnvoll sein, sich über das Hosting deines Tools Gedanken zu machen. On-Premise-Lösungen erfordern eigene IT-Infrastrukturen, deren Kapazitäten limitiert sind und die eine regelmäßige Wartung erfordern. Bei einem dezentralen Hosting in der Cloud ist das anders. Bei diesem werden deine Daten extern bei einem Anbieter für Cloud-Services, zum Beispiel Amazons AWS, gespeichert. Über deine Systemkapazitäten brauchst du dir dann keine Gedanken mehr zu machen. Du benötigst nur einen Browser und eine Internetverbindung, um auf dein Lagerverwaltungsprogramm zugreifen zu können. Darüber hinaus haben Cloud-Systeme den Vorteil, dass sie flexibel skalierbar sind. Wenn du beispielsweise aufgrund eines erhöhten Bestellaufkommens mehr Ressourcen brauchst, passt sich das System automatisch an deinen Bedarf an. Zudem profitierst du zu jedem Zeitpunkt von aktuellen Sicherheitsstandards, da die Wartung den Anbietern obliegt. Diese installieren ihre Updates meist vollautomatisch und im Hintergrund, ohne dass es deine Prozesse beeinträchtigt. Das externe Hosting hat außerdem den Vorteil, dass Probleme schnell reproduziert und Fehlerquellen direkt diagnostiziert werden können. Das beschleunigt den Support, wenn du mit deiner Lagerhaltungssoftware einmal Hilfe brauchst.

 

Die Vorzüge der Cloud sorgen dafür, dass sich auch Technologiepartner, zum Beispiel Amazon oder Fiskaly, stärker an diesen Lösungen orientieren. Das gestaltet den Support von On-Premise-Systemen immer schwieriger. Perspektivisch werden neue Funktionen eher für Cloud-Kunden ausgerollt.

 

Fazit: Gelungenes Inventory Management braucht Software

 

Da sich Inventory Management nur bis zu einem gewissen Grad händisch realisieren lässt, brauchen Unternehmen zuverlässige Lagerverwaltungssoftware. Diese sollte auf die Größe und Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten und nahtlos in dessen Systemlandschaft integriert sein. Ein gutes Lagerverwaltungsprogramm kann auch mehr als „nur“ deine Bestände zu überwachen. Es verkürzt deine Prozessketten dank Automatisierung, vereint dein Bestandsmanagement über mehrere Kanäle hinweg und schafft transparente Informationen zu Verfügbarkeit und Lieferzeitraum.

 

Häufig gestellte Fragen zu Lagerverwaltungssoftware

 

Was ist eine Lagerverwaltungssoftware?

Wie der Name schon vermuten lässt, dient Lagerverwaltungssoftware der Bearbeitung und Automatisierung deines Bestandsmanagements. Ein Lagerverwaltungsprogramm erfasst alle Warenein- und -ausgänge sowie Umlagerungsprozesse und stellt gewissermaßen ein digitales Abbild eines oder mehrerer Warenlager dar. Da das System standortunabhängig funktioniert, lassen sich mehrere Lagerorte in einer Software verwalten.

 

Was muss Lagerverwaltungssoftware können?

Idealerweise lässt sich die Software mithilfe von Schnittstellen nahtlos an andere Systeme wie Onlineshops, Registrierkassen, Marktplätze, Buchhaltung und Rechnungslegung anbinden. Darüber hinaus sollten sich externe wie interne Lager gleichermaßen verwalten lassen. Wenn du über mehrere Kanäle verkaufst oder dies perspektivisch in Betracht ziehst, sollte die Software zudem in der Lage sein, mit jedem dieser Kanäle in Echtzeit zu kommunizieren und dein Warehouse Management zentralisieren.

 

Was kostet Lagerverwaltungssoftware?

Pauschal lässt sich diese Frage kaum beantworten, da sehr viele verschiedene Anbieter und Lösungen existieren, die wiederum über unterschiedliche Preismodelle verfügen. Für eine Enterprise-Lösung fallen pro Monat hohe drei- bis vierstellige Beträge an. Viele Anbieter haben inzwischen aber auch Tarife für Startups und KMUs im Portfolio, die mit Kosten zwischen 100 und 150 Euro deutlich erschwinglicher sind. Um die Kosteneffizienz von Lagerverwaltungssoftware besser einordnen zu können, solltest du auch immer die Kosten für gebundene Ressourcen im Blick haben: Wie teuer wäre die Software und was kostet dich die Zeit, die du für ein manuelles Inventory Management benötigst?

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Geschrieben von Enrico Schmidt