Nachhaltigkeit im eCommerce: So stellst du es erfolgreich an!

5 Minuten Lesedauer
Geschrieben von Janina Horn
am

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein beim Einzelnen sind nicht nur im Trend, sondern erstrecken sich inzwischen auch auf Unternehmen. So ist Nachhaltigkeit im eCommerce ein immer mehr diskutiertes Thema.

 

Dazu gehört nicht nur der ökologische Aspekt, sondern auch die soziale Nachhaltigkeit, die sich vor allem in Gehalt und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter ausdrückt.

 

In einer Studie der Hochschule Luzern und der schweizerischen Post, 2020, wurden 227 Onlineshops zu ihrer Nachhaltigkeit befragt. Laut dieser Studie schätzen die Onlineshops, dass 52% ihrer Produkte ressourcenschonend hergestellt werden. Zu 77% geschieht dies unter fairen Arbeitsbedingungen.

 

Du siehst also, wenn du mit deinem eCommerce Unternehmen auf Kunden attraktiv wirken willst, solltest du dich  mit  Nachhaltigkeit beschäftigen. Wie du das am besten angehst und welche Tools dir dabei helfen, erfährst du in diesem Artikel.

 

Nachhaltigkeit: Eine Definition

Bei dem Begriff Nachhaltigkeit geht es nicht nur um den ökologischen Aspekt, sondern auch um weitere Punkte, wie die soziale Gerechtigkeit.

 

Generell gesagt ist ein Unternehmen nachhaltig, wenn es nicht mehr Ressourcen verbraucht, als ihm zur Verfügung stehen. Dieses Konto kann z.B. durch Recycling “aufgefüllt” werden. 

 

Langfristig geht es darum, Unternehmen so zu positionieren, dass sie sich auf Erhalt und Wachstum konzentrieren. Da sich auch die Klimakrise  verschärft, richten immer mehr Kunden ihren Blick auf die Nachhaltigkeit der Unternehmen. Um hier überzeugen zu können, sind Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und Nachvollziehbarkeit essentiell.

 

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Vorteile von Nachhaltigkeit im eCommerce

Bevor es an die konkreten Tipps, wie auch du ein nachhaltiges eCommerce Unternehmen führen kannst, geht, findest du hier ein paar Vorteile, die sich aus der Konzentration auf Nachhaltigkeit für dich ergeben. 

 

Denn natürlich ist der neue Fokus für dich auch mit Aufwand und neuen Strategien verbunden. Gerade wenn du aber langfristigen Erfolg im eCommerce haben willst, lohnt sich dieser Schritt.

 

Vorteile, die nachhaltige eCommerce Unternehmen genießen, sind zum Beispiel:

  • Langfristiger Erfolg durch Zeigen von Verantwortung in Sachen Klima und Menschenrechte
  • Abheben von übrigen eCommerce Unternehmen
  • Attraktive Wirkung auf potenzielle Kunden
  • Besseres Unternehmensimage
  • Möglichkeit zur Bewerbung des eigenen Unternehmens und der Angebote
  • Einsparen von Geld (Stichwort Energieeffizienz und sparender Ressourceneinsatz)

 

Nachhaltigkeit hat richtig umgesetzt nicht nur für dein Image Vorteile, sondern auch für die Bilanz deines Unternehmens. Heutzutage können viele Prozesse digitalisiert und damit vereinfacht werden, Ressourcen können gespart oder wiederverwendet  und Energiefresser effizienter gestaltet werden.

 

Und es lohnt sich: Denn laut einer Studie der VuMa von 2019 gaben im Schnitt ca. 35% der Befragten an, meist oder immer darauf zu achten, ob das jeweilige Unternehmen sozial und ökologisch verantwortlich handelt. Und es werden immer mehr.

 

Achtung: Betreibe kein Greenwashing!

Auch wenn es verlockend ist, schnell mal mit Nachhaltigkeit zu werben, ohne die Maßnahmen richtig und zeitintensiv umzusetzen, ist davon definitiv abzuraten.

 

Greenwashing bezeichnet den Versuch eines Unternehmens, in der Öffentlichkeit nachhaltig wirken zu wollen, ohne tatsächlich Maßnahmen zum Erreichen dieses Ziels umzusetzen. Diese Unternehmen wollen durch Greenwashing also von den Vorteilen der Nachhaltigkeit profitieren, aber nichts investieren.

 

Maßnahmen, die zum Greenwashing gehören, sind zum Beispiel grüne Verpackungen oder künstliche Zertifikate, die die Umweltfreundlichkeit oder gerechte Bezahlung der Mitarbeiter belegen sollen.

 

Allerdings fallen Unternehmen, die Greenwashing betreiben, mit dieser Taktik schnell auf die Nase. Denn gerade in Zeiten von Social Media und wachsendem Umweltbewusstsein sind die Kunden informiert und in der Lage, Greenwashing-Versuche aufzudecken. 

 

Die daraus folgenden Skandale können dem Unternehmen sehr schaden oder es sogar in den Ruin treiben.

 

8 Tipps für Nachhaltigkeit im eCommerce

Möchtest du dich nun an wirklich nachhaltigem eCommerce versuchen, dann gibt es ein paar Tipps, die du direkt anwenden kannst. Viele Möglichkeiten hängen natürlich trotzdem von deinem Unternehmen und der Branche ab, in der du tätig bist.

 

Trotzdem gibt es ein paar Dinge, auf die du achten kannst, wenn du  Nachhaltigkeit in deinem eCommerce Unternehmen umsetzen willst.

 

Umweltbewussten Versand als Versandmöglichkeit

Viele Lieferdienste bieten inzwischen umweltfreundliche Versandmöglichkeiten an. Dazu gehört auch DHL mit GoGreen, einem klimaneutralen Versand. So werden durch den Transport entstehende Treibhausgase durch die Investition in Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

 

Verzicht auf Plastikverpackungen

Gelieferte Ware wird zusätzlich zum Paket häufig noch in Plastik verpackt. Dieser Müll kann vermieden werden, indem zum Beispiel auf recycelte Füllmaterialien und Produkte aus schnell nachwachsenden Rohstoffen gesetzt wird. 

 

Wiederverwendbare Verpackungen

Eine weitere Möglichkeit, den Verpackungsmüll zu reduzieren ist die Wiederverwendung von Verpackungsmaterial. Kunden können zum Beispiel direkt bei der Bestellung angeben, ob sie ihr Produkt in einer neuen Verpackung erhalten möchten, oder ob auch eine bereits genutzte verwendet werden darf.

 

Keine Vernichtung zurückgeschickter Ware

Vor allem bei modeaffinen eCommerce Unternehmen war das lange Gang und Gäbe: Zurückgeschickte Kleidung wurde direkt verbrannt statt sortiert, gewaschen und neu verpackt an den nächsten Kunden geschickt zu werden. 

 

Das ist nicht nur ökologisch sondern auch unter dem sozialen Aspekt nicht nachhaltig. 

 

Aber auch andere Marktplätze wie z.B. Amazon standen schon wegen eines solchen Vorgehens in der Kritik. 

 

Um negative Schlagzeilen zu vermeiden solltest du davon absehen, zurückgeschickte einwandfreie Ware zu verbrennen. 

 

Keine kostenlosen Retouren

Eine weitere Möglichkeit, den ökologischen Fußabdruck deines Unternehmens zu reduzieren, ist, keine kostenlosen Retouren mehr anzubieten.

 

Diese führen nämlich häufig dazu, dass Kunden Produkte in mehrfacher Ausführung bestellen, da sie den Rest ja kostenlos zurückschicken können. Müsste der Kunde für die Retoure bezahlen, würde er vermutlich weniger Produkte in mehrfacher Ausführung bestellen, sondern sich direkt für eine entscheiden.

 

Keine großen Pakete für kleine Waren

Viele Online-Händler nutzen die großen Standardpakete auch für kleine Waren. Der freie Platz wird dann mit Füllmaterial ausgelegt. Das verursacht nicht nur unnötig viel Müll, sondern nimmt auch mehr Platz im Lieferauto ein, was am Ende dazu führt, dass mehr Lieferautos für die Bewältigung der Bestellungen eingesetzt werden müssen.

 

Detaillierte Artikelbeschreibungen

Je detaillierter deine Artikelbeschreibungen sind, desto besser kann der Kunde entscheiden, ob er ein Produkt wirklich kaufen will oder nicht. Damit minimierst du die Retourenquote und ermöglichst es dem Kunden, das perfekt passende Produkt auf den ersten Versuch zu bestellen, was sich wiederum positiv auf die Kundenzufriedenheit auswirkt.

 

Keine einzelnen Pakete

Teile die Bestellungen nicht in mehrere Teilsendungen auf. Gerade bei kleinen Lieferzeitunterschieden solltest du auf Teilsendungen verzichten, auch wenn der Kunden dann etwas länger auf seine Bestellung warten muss.

 

Die Nachhaltigkeit kannst du dann bei ihm als Grund angeben, warum er noch etwas warten muss. Damit zeigst du dich verantwortungsbewusst und erklärst dem Kunden, weshalb  Same-Day-Delivery oder Ähnliches nicht möglich ist.

 

Erfolg im Unternehmen trotz Rücksicht auf Nachhaltigkeit: Das ERP von xentral macht’s möglich!

Du hast die oben genannten Tipps bereits mehr oder weniger berücksichtigt – aber innerhalb deines Unternehmens könnte noch nachhaltiger und ressourcensparender gearbeitet werden? Dann ist eine ERP-Software genau das Richtige für dich!

 

ERP steht für Enterprise Ressource Planning. Eine ERP-Software kümmert sich also darum, dass die Ressourcen deines Unternehmens möglichst effizient eingesetzt werden, während außerdem Geschäftsprozesse und weitere Arbeitsabläufe automatisiert und digitalisiert werden.

 

Dabei geht es vor allem um folgende Ressourcen:

  • Kapital
  • Mitarbeiter
  • Betriebsmittel

 

Eine ERP-Software hilft dir, auch innerhalb des Unternehmens nachhaltiger zu sein und so trotz der Rücksicht auf Nachhaltigkeit erfolgreicher zu werden.

 

Eine ERP-Software, die sich besonders für eCommerce Unternehmen wie Startups, KMU und Mittelständler eignet, ist xentral. 

 

Da xentral ein leanes und cloud basiertes ERP ist, passt es zu jeder Unternehmensstruktur und unterstützt dich zum Beispiel im eCommerce. Die über 1000 Funktionen decken dabei folgende Bereiche ab:

  • Produkt
  • Vertrieb
  • Logistik
  • Finanzen & Controlling
  • Team & Projekt
  • Schnittstellen & Erweiterungen (insgesamt über 1500 mögliche Integrationen)

 

Im Bereich eCommerce konzentriert sich xentral vor allem darauf, die Verwaltungsaufgaben zu automatisieren und dir zu jeder Zeit die volle Kontrolle und den gesamten Überblick über alle Abläufe zu geben. Das funktioniert vor allem über die drei Hauptfunktionen des ERPs:

  • Multi-Channel: Verbinde alle Onlineshops zentral in xentral und verwalte sie ganz einfach an einem Ort
  • Automatisierte Bestellungen: Automatisierte Bearbeitung aller Bestellungen durch xentral – für mehr Zeit für wichtigere Dinge
  • Einfaches eCommerce Controlling: Zentrale Verwaltung aller Rechnungen inkl. Integration der Buchhaltung und anderer Tools wie DATEV.

 

Natürlich gibt es auch noch detailliertere Funktionen, die sich mit verschiedenen Pains in eCommerce Unternehmen auseinander setzen und dir die Arbeit leichter, schneller und fehlerfreier machen:

  • Alle wichtigen KPIs zur eCommerce Performance in Echtzeit
  • Automatischer Zahlungsabgleich deiner Bestellungen
  • Versandprozess im Überblick mit visueller Auftragsampel
  • Logistik und Fulfillment im Überblick – egal ob eigenes Lager, FBA oder Fulfiller
  • Alle Versanddienstleister direkt angebunden
  • Vollautomatisiertes Mahnwesen und Rückbuchung von Gutschriften
  • CRM-Funktionen in der xentral-eigenen Software

 

Viele Punkte, die die Nachhaltigkeit im eCommerce ausmachen, musst du selbst umsetzen und dafür Energie aufwenden. Aber auch innerhalb deines Unternehmens kannst du effizienter und nachhaltiger arbeiten. 

 

So vereinst du die Vorteile eines nachhaltigen Unternehmens im Außen und im Innen. Ein ERP wie xentral kann dir dabei helfen, das umzusetzen und so “trotz”  Nachhaltigkeit erfolgreicher, größer und bekannter zu werden.

 

Möchtest du jetzt direkt mehr zu xentral wissen, dann helfen dir der xentral Test oder die xentral Erfahrungsberichte weiter. Suchst du zunächst nur Inspiration in puncto ERP-Software, dann ist ein ERP-Vergleich ein guter Ausgangspunkt.

xentral ERP

Der next Step für dein Business

Nachhaltigkeit im eCommerce: So stellst du es erfolgreich an!

Geschrieben von Janina Horn