Verpackungsgesetz im eCommerce: Das musst du wissen!

4 Minuten Lesedauer
Geschrieben von Janina Horn
am

Das Verpackungsgesetz von 2019 hat ab dem 03. Juli 2020 eine neue Novelle erhalten. Dieses VerpackG2 beschäftigt sich vor allem mit dem Faktor Umweltschutz. 

 

Damit trifft das Verpackungsgesetz vor allem den Bereich eCommerce. Bist du hier tätig, solltest du also wissen, welche Veränderungen und Verpflichtungen sich für dich ergeben!

 

Damit du Geldstrafen von bis zu 200.000 Euro und Vertriebsverbote vermeiden kannst, findest du in diesem Artikel:

  • Alle wichtigen Informationen zum Verpackungsgesetz im eCommerce
  • Unterstützung dabei, Änderungen umzusetzen
  • Eine Software, die dir auch hier die Logistik einfach macht

 

Zusammengefasst: Das steht im VerpackG2

Die Novelle des VerpackG, auch VerpackG2 genannt, erweitert das Verpackungsgesetz um Vorschriften für den Onlinehandel, die vor allem für mehr Umweltschutz sorgen sollen.

 

Nutzt du Fulfillment-Dienstleister oder Online-Marktplätze, ergeben sich neue Verpflichtungen:

  1. Online-Marktplätze müssen überprüfen, ob ihre Händler die neuen VerpackG-Vorgaben erfüllen
  2. Fulfillment-Dienstleister sind nicht mehr für die Lizenzierungen der Versandpackungen ihrer Händler zuständig. Diese Verantwortung geht auf die Händler selbst über.

 

Die Vorgaben des neuen Verpackungsgesetzes müssen innerhalb von 1 Jahr erfüllt werden, also bis zum 01. Juli 2022.

 

Folgende Materialien sind zum Beispiel vom Verpackungsgesetz betroffen:

  • Klebeband
  • Füllmaterialien für einen sicheren Versand
  • Umkartons
  • Versandverpackungen von Onlineshops
  • Produktverpackungen
  • Dosen und Kartonagen
  • Füllgläser
  • Getränkepackungen
  • Kork

 

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Wen betrifft das Verpackungsgesetz?

Das Verpackungsgesetz betrifft den, der die Verkaufspackung, die letztendlich vom Endkunden entsorgt wird, erstmalig mit Ware befüllt und in Deutschland in den Verkehr bringt.

 

Du bist dir unsicher, ob du vom Verpackungsgesetz betroffen bist? Diese 3 Fragen helfen dir, das herauszufinden!

  1. Handelst du gewerbsmäßig?
  2. Befüllst du eine Verpackung erstmalig mit Ware und/oder importierst du befüllte Verpackungen aus dem Ausland, um sie in Deutschland zu vertreiben?
  3. Landet das Verpackungsmaterial nach seiner Nutzung im Müll des Endkunden?

 

Beantwortest du den Großteil dieser Fragen mit “Ja”, dann bist du höchstwahrscheinlich vom Verpackungsgesetz betroffen.

 

Diese Ziele verfolgt das Verpackungsgesetz

Das VerpackG2 richtet sich mit seinen Zielen vor allem an den Umweltschutz:

  • Faire Preisverteilung unter Wettbewerbern
  • Geringeres Abfallaufkommen
  • Mehr Nachhaltigkeit in der Verpackungswirtschaft
  • Stärkung des Umweltschutzes
  • Weniger pfandfreie Verpackungen
  • Erhöhung der Recyclingquoten

 

Aus diesem Grund liegt die Verantwortung über die Verpackungen seit dem 03.Juli 2021 nun bei den für die Verpackung Verantwortlichen – also oft den eCommerce-Unternehmen und deren Logistik.

 

Worauf eCommerce-Unternehmen aufgrund des neuen Verpackungsgesetzes achten sollten

Bist du vom VerpackG2 betroffen, musst du den Bestimmungen des Gesetzes Folge leisten. Dafür ist eine gute Organisation deiner Logistik und die Anpassung verschiedener Arbeitsschritte notwendig. 

 

6 verschiedene Verpflichtungen musst du als Unternehmen im eCommerce jetzt erfüllen.

1. Registrierungspflicht

Bist du bereits länger im eCommerce-Business tätig, bist du diesen Schritt wahrscheinlich schon gegangen. Wenn nicht, dann solltest du dich noch vor deiner ersten Sendung in der Datenbank LUCID der Zentralen Stelle Verpackungsregister registrieren.

 

Durch das VerpackG2 müssen sich Onlinehändler jetzt noch als verpackungsrechtliche Hersteller von Serviceverpackungen registrieren. 

2. Systembeteiligungspflicht

Onlinehändler müssen sich am dualen System beteiligen, das bundesweit die Rücknahme, Sortierung und das Recycling der Verpackungsmaterialien organisiert. 

 

Zur Verwaltung des dualen Systems kannst du verschiedene Anbieter nutzen, darunter zum Beispiel BellandVision GmbH, Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH oder Landbell AG für Rückhol-Systeme.

3. Datenmeldepflicht

Informationen, die du an den Betreiber des dualen Systems weitergegeben hast, musst du auch an die Zentrale Stelle weitergeben.

 

Das sind:

  • Registrierungsnummer
  • Material und Masse der genutzten Verpackungen
  • Name des Anbieter, dessen duales System du nutzt
  • Genauer Zeitraum der Systembeteiligung

 

4. Pflicht zur Vollständigkeitserklärung

Die Pflicht zur Vollständigkeitserklärung ergänzt die Datenmeldepflicht. In ihr musst du Angaben zu den im letzten Jahr in Umlauf gebrachten Verpackungen machen.

 

Befreit von dieser Pflicht sind Onlinehändler, die für ihren Versand im letzten Jahr weniger genutzt haben als:

  • 80.000 kg Glas
  • 50.000 kg Papier, Pappe und Karton
  • 30.000 kg Eisen, Aluminium, Getränkekartonverpackungen und andere Verbundverpackungen

 

Somit betrifft die Pflicht zur Vollständigkeitserklärung vor allem große eCommerce-Händler.

6.Pfand- und Hinweispflichten

Wenn dein Onlineshop Getränke verschickst, sind auch die neuen Pfand und Pfandhinweise für dich relevant. 

 

Das VerpackG2 schreibt eine Pfandpflicht in Höhe von 25 Cent pro Verpackung für folgende Getränke vor:

  • Frucht- und Gemüsenektare mit Kohlensäure
  • Mischgetränke mit einem Anteil von Milcherzeugnissen von mindestens 50%

 

Außerdem musst du die Kunden darüber informieren, ob du Einweg- oder Mehrwegverpackungen nutzt.

7. Rücknahmepflicht

Du musst die Verpackungen, die du verwendest auch wieder zurücknehmen. Die Rücknahme wird dabei durch das duale System organisiert. 

 

Vorher galt die Pflicht nur für systembeteiligungspflichtige Verpackungen, wie zum Beispiel Versandverpackungen. Ab dem 03. Juli 2021 weitet sich diese Pflicht auch auf die nicht systembeteiligungspflichtigen Verpackungen aus, wie zum Beispiel Transportverpackungen oder Mehrwegverpackungen.

 

VerpackG2 im Onlinehandel: 4 Szenarien

Je nach Tätigkeitsbereich wirkt sich das Verpackungsgesetz im eCommerce anders aus. Im Folgenden findest du 4 verschiedene Szenarien, welche Konsequenzen verschiedene Onlinehändler aufgrund des VerpackG2 ziehen müssen.

Szenario 1: Händler mit eigenem Onlineshop

Hast du einen eigenen Onlineshop, bist du in den meisten Fällen auch für die Verpackungen verantwortlich. Du befüllst die Versandverpackung mit dem Produkt und versendest dieses Paket an den Endkunden.

 

Demnach bist du auch verantwortlich für die Lizenzierung der Versandverpackung.

 

Tipp: Die Höhe des Lizenzentgelts richtet sich nach der Menge und den Materialien der Verpackung. Um Material zu sparen, lohnt es sich, auf die Verpackungsvolumina zu schauen und zu überprüfen, wie du Verpackung sparen kannst ohne dass der Produktschutz leidet.

Szenario 2: Zusammenarbeit zwischen Händler und Fulfillment-Dienstleister

Nutzt du einen Fulfillment-Dienstleister, beauftragst du zur Versendung einen Logistikdienstleister. Trotzdem bist du als Onlinehändler für die Verpackungen zuständig. Denn der Onlinehändler tritt nach außen hin als Versender/ Urheber der versandten Ware auf.

 

Demnach musst du auch bei der Inanspruchnahme eines Fulfillment-Dienstleisters der Lizenzierungspflicht nachkommen.

Szenario 3: Händler nutzt Dropshipping

Nutzt du mit deinem eCommerce-Business Dropshipping, dann entfällt für dich die Lizenzierungspflicht.

 

Das liegt daran, dass die Ware direkt vom Produzenten versendet wird und du somit keinerlei Kontakt mit der Ware hast, die der Endkunde erhält. Außerdem trittst du dem Empfänger gegenüber auch nicht erkennbar auf.

Szenario 4: Warenimport nach Deutschland

Das Verpackungsgesetz bezieht sich auf den eCommerce in Deutschland. Verpflichtet ist demnach derjenige, der bei Grenzüberschritt der Ware die Verantwortung trägt. 

 

Oft ist das der Importeur. Trotzdem solltest du das vorher vertraglich festhalten. 

 

Verschickt also ein ausländischer Onlineshop seine Waren an Endkunden in Deutschland, ist er auch zuständig für die Lizenzen.

 

Alles in allem ist es also wichtig, ob du die Ware selbst an den Endkunden versendest und dieser auch erkennen kann, dass sie von dir kommt. Trifft das auf dich zu, solltest du dich um die Lizenzierungen kümmern.

 

Logistik immer voll im Blick: Kein Problem mit dem xentral ERP!

Möchtest du das Verpackungsgesetz mit deinem eCommerce-Business ganz einfach umsetzen, ohne dabei zu viel Zeit zu verschwenden, hilft es, sich Unterstützung zu holen.

 

Eine ERP-Software wie xentral hilft dir bei der Administration von Geschäftsprozessen und zum Beispiel auch mit der Organisation der gesamten Logistik.

 

Hast du hier den kompletten, detailgenauen Überblick, macht dir das die Lizenzierungen für dein Versandmaterial einfach.

 

Xentral ist eine cloudbasierte, leane ERP-Software, die sich für Startups, KMU und Mittelständler eignet.

 

Drei Hauptfunktionen machen die Logistik von xentral aus:

  • Logistik im Blick: Du hast zu jeder Zeit deine Logistik im Überblick inklusive aller wichtiger Kennzahlen und KPIs
  • 100% Kontrolle: Du kannst immer sehen, wo sich ein Artikel im Versandprozess befindet. Das schafft auch Sicherheit und Transparenz beim Kunden
  • Keine Papierpicklisten: Für den Versandprozess nutzt du Smartphones, Tablets und MDE-Geräte statt Papierpicklisten

 

Features, die sich vor allem für die Logistik mit Blick auf den eCommerce und das Verpackungsgesetz eignen, sind:

  • Transparenz über die Kennzahlen deines Fulfillers: Du hast alle relevanten KPIs auf einen Blick, wie zum Beispiel die Anzah der abgewickelten Aufträge 
  • Multilager-Strategie für Logistik-Profis: xentral routet eingehende Aufträge automatisch an deinen Fulfillment-Dienstleister, dein Amazon Lager, das eigene Lager oder die Dropshipper
  • Flexible Logistikstrategie: Einfaches Auswählen der passenden Logistikstrategie inkl. einfachem Wechseln bei Bedarf
  • Zentrale Verwaltung von Multilagern: Unterstützung bei der Verwaltung von zentralen und mobilen Lagern sowie Eigen-, Fremd- und Kleinteillagern

 

Durch die Kontrollfunktionen von xentral weißt du ganz genau, welche Mengen du bei der Lizenzierung angeben musst. Außerdem macht die ERP-Software die Arbeit generell leichter und sorgt dafür, dass dein eCommerce-Business effizienter und erfolgreicher wird!

 

Möchtest du direkt mehr zu xentral wissen, dann helfen dir der xentral Test und die xentral Erfahrungsberichte weiter. Schau doch mal vorbei und lass dich inspirieren!

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Verpackungsgesetz im eCommerce: Das musst du wissen!

Geschrieben von Janina Horn