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Zu Beginn brauchst du für dein Start-up vielleicht noch keine ERP-Software. Spätestens wenn das Wachstum einsetzt und die Aufgaben vielfältiger und komplexer werden, lohnt es sich, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wie dir ein ERP-System auch für dein Start-up nützlich sein und es effektiver und erfolgreicher machen kann, erfährst du in diesem Beitrag.

Startups sind (mehr oder weniger) frisch gegründete Unternehmen, die sich im Markt erst noch etablieren müssen. Das Augenmerk liegt häufig primär auf dem Erreichen des Unternehmensziels und Umsetzung der Vision und nicht etwa direkt auf großem Wachstum.

 

Trotzdem ist oft Wachstumspotenzial vorhanden – wenn das Unternehmen Fuß fasst und erfolgreicher wird. 

 

Da zu Beginn weniger Fokus auf dem Wachstum liegt, funktioniert es für viele Start-ups gut, wenn sie sämtliche Aufgaben der Steuerung und Planung selbst übernehmen. Und dieses Vorgehen behalten sie bei, auch wenn das Unternehmen dann beginnt, zu wachsen.

 

Doch nicht immer ist das auch der effektivste Weg zu mehr Erfolg!

 

Denn gerade wenn der Wachstumsprozess schleichend vonstatten geht, verlierst du – oftmals ohne es richtig zu bemerken – langsam den Überblick über die Finanzen und Ressourcen, während die Qualität deiner Dienstleistung sinkt.

 

Das muss aber nicht so sein!

 

Eine ERP-Software speziell für Start-ups und kleine Unternehmen kann helfen. Warum du vom Einsatz einer solchen Software profitierst und wieso auch kleine Unternehmen keine Angst vor der “großen ERP-Software” haben müssen, erfährst du in diesem Artikel.

 

 

 

Was ist ERP und wozu brauche ich es?

Die Antwort auf die Frage “Was ist ERP?” ist schnell gegeben: 

 

ERP ist die Kurzform für den Begriff “Enterprise-Resource-Planning”. 

 

Auf den Punkt gebracht ist ERP also eine Software oder ein System, welches das Management bei der Planung, Steuerung und Evaluation der Performance von Unternehmensprozessen unterstützt.

 

Dabei geht es vor allem um die drei Hauptressourcen:

  • Betriebsmittel
  • Mitarbeiter
  • Kapital

 

Diese Ressourcen sollen möglichst effizient genutzt werden, um das Unternehmensziel zu erfüllen. 

 

Im Allgemeinen werden sich durch den Einsatz einer ERP-Software Arbeitsprozesse, Strukturen und Abläufe im Unternehmen in ihrer Qualität und Geschwindigkeit verbessern.

 

Durch den besseren Überblick über dein Unternehmen, ermöglicht es dir der Einsatz eines ERP-Systems, flexibler auf Veränderungen sowohl im Markt als auch im Unternehmen selbst zu reagieren.

 

Diese Funktionen hat eine ERP-Software

Ein ERP-System hat viele verschiedene Funktionen, die oft auch vom Anbieter individuell abhängen. 

 

Im Allgemeinen handelt es sich bei diesen Features um Möglichkeiten, deine Geschäfts- und Arbeitsprozesse zu vereinfachen. Das kann zum Beispiel über eine automatisierte Logistik geschehen, bei der die Warenannahme und Lagerung automatisch geschieht.

 

Für diese Bereiche lohnt sich der Einsatz einer ERP-Software:

  • Vertrieb
  • Produkt
  • Logistik
  • Team & Projekt
  • Finanzen & Controlling
  • Schnittstellen & Erweiterungen

 

Außerdem kannst du zum Beispiel wählen, ob du lieber eine browserbasierte Software oder ein Start-up ERP für die Cloud nutzen willst.

 

Zeichen, dass dein Start-up eine ERP-Software braucht

Zu Beginn einer Unternehmensgründung tut es auch Excel & Co. Schließlich sind die Kunden und zu erfüllenden Aufgaben überschaubar. Dann wächst das Unternehmen und die Aufgaben werden vielfältiger.

 

Wenn du dann noch nicht selbst merkst, dass dir die manuelle Organisation der Aufgaben zu viel wird, kann es trotzdem sein, dass sich diese fehlende Steuerung des Unternehmens in anderen Faktoren niederschlägt. 

 

Deshalb gibt es noch weitere Warnsignale, auf die du achten solltest, wenn du rechtzeitig auf eine ERP-Software umsteigen willst.

 

Steigender Umsatz bei stagnierendem Gewinn

Wenn der Umsatz steigt, der Gewinn aber nicht, dann muss irgendwo ein Fehler vorliegen. Natürlich kann das auch individuell von Unternehmen zu Unternehmen verschieden sein, jedoch liegt es wahrscheinlich an folgendem Problem:

 

Dein Unternehmen arbeitet nicht effizient genug!

 

Soll heißen: Daten werden vermutlich doppelt eingegeben, selbstgebastelte Schnittstellen und Workflows funktionieren nicht einwandfrei und der Zeitaufwand, um diese Fehler zu beheben, ist immens.

Das schlägt sich schlussendlich auch im Gewinn nieder.

 

Sinkende Kundenzufriedenheit

Vor allem wenn du im Bereich “E-Commerce” tätig bist, ist eine schnelle Bestellabwicklung inklusive Versand wichtig. Immerhin musst du mit Amazon und anderen großen Händlern konkurrieren.

 

Verzögert sich die Bestellung aber aufgrund von Problemen mit der Logistik oder dem Versand, bist du der Leidtragende. 

 

Oft liegt das einfach daran, dass Logistik und Versand nicht zentral organisiert werden und deshalb Kommunikationsschwierigkeiten bestehen.

 

Und eine verspätete Bestellung, ein falsch angegebener Kaufpreis oder lange nicht bearbeitete Retoure sorgt für sinkende Kundenzufriedenheit.

 

Aufwendige Koordination der Vertriebskanäle

Dieser Punkt ist ganz einfach erklärt:

 

Je mehr Vertriebskanäle du mit deinem Unternehmen bedienst, desto schwieriger, aufwendiger und fehleranfälliger ist der Prozess.

 

Besonders wenn du den Überblick über sämtliche Vertriebsplattformen, wie Amazon, Ebay, Shopify usw. behalten sollst, passieren schnell Fehler.

 

Häufen sich diese, solltest du über den Einsatz einer ERP-Software nachdenken!

 

Falsche Entscheidungen aufgrund falscher Zahlen

Zu diesen Zahlen gehört zum Beispiel:

  • Erwerb großer Artikelmengen, die sich kurze Zeit später nicht mehr verkaufen (Stichwort “Schnelldreher”)
  • Nutzung von Lieferanten mit mangelhafter Qualität und hoher Retourenquote
  • Fehlende Kosteneffizienz im Bereich Kundenkontakt und Marketing

 

Kommt dir das bekannt vor? Vielleicht solltest du dann in ein ERP-System investieren, damit dir durch ständige Reportings und Kennzahlen diese Fehler nicht mehr passieren!

 

Internationales Wachstum

Spätestens wenn du feststellst, dass dein Unternehmen auch international wächst, solltest du über eine ERP-Software nachdenken. 

 

Shops in verschiedenen Ländern, Kunden anderer Sprachen, komplizierte Lieferbedingungen, andere Währungen und viel mehr warten auf dich.

 

Mach nicht den Fehler und versuche das alles manuell zu schaffen. Lass dir von einem ERP-System helfen.

Wann du lieber kein ERP-System für dein Start-up kaufst

All diese Gründe sprechen für den Einsatz einer ERP-Software im Start-up.

 

Allerdings kann es auch sein, dass du damit noch warten solltest. Diese vier Gründe könnten zum Beispiel gegen die Kombination ERP-System und Start-up sprechen:

  1. Die Umstellung auf ein ERP-Systems kostet Geld und kann zu Beginn kompliziert sein.
  2. Zu Beginn sollte der Fokus auf den Unternehmenszielen liegen – nicht auf dem Einsatz einer ERP-Software.
  3. Limitierte Ressourcen sollten am Anfang für das Unternehmen genutzt werden, nicht für das ERP-System.
  4. Gerade zu Beginn kann es sein, dass sich der Kauf der ERP-Software nicht gelohnt hat – zum Beispiel, wenn dein Unternehmen scheitert.

 

Diese Gründe sind aber vor allem relevant, wenn du mit deinem Unternehmen erst am Anfang stehst und noch nicht sicher ist, ob du dich im Markt wirklich etablieren kannst.

 

Suchst du allerdings nach einer ERP-Software, da dir die Aufgabenmenge langsam über den Kopf wächst und du Unterstützung im administrativen Bereich willst, dann musst du dir keine Sorgen machen – eine ERP-Software wird dir hier nur Vorteile bringen! 

 

Finde heraus, welches ERP-System zu dir passt!

Ok, du hast dich dafür entschieden, dir ein ERP-System zuzulegen. Aber wie wählst du das Richtige aus?

 

Anhand folgender Fragen kannst du die wichtigsten Punkte bei der Auswahl einer ERP-Software festlegen:

  • Was ist dein Ziel: Schnelles Wachstum oder Abdeckung einer Marktnische?
  • Welche branchenspezifischen Besonderheiten gelten für dein Unternehmen?
  • Welche Tools nutzt du bereits und welche Schnittstellen muss das ERP bedienen?
  • Browserbasiertes ERP das du integrieren kannst oder lieber eine ERP-Software für die Cloud?
  • Soll das ERP gekauft oder gemietet werden?
  • Lizenzlösung oder Open Source ERP?
  • Benötigst du Support und Unterstützung vom Anbieter oder machst du lieber alles selbst?

 

Jetzt sollte dir die Auswahl der passenden ERP-Software leichter fallen. 

 

Was unterscheidet ein leanes ERP von einem ERP für Großunternehmer?

Du weißt jetzt wonach du suchst. Aber für welches ERP entscheidest du dich? Und wie unterscheiden sich leane ERPs von großen ERPs wie zum Beispiel das von SAP?

 

Um dir das Ganze einmal konkret zeigen zu können, vergleichen wir das leane ERP von xentral mit dem ERP vom Marktführer SAP.

 

Der größte Unterschied bei diesen beiden ERPs ist vermutlich der Funktionsumfang. 

 

Beim ERP von SAP sind sämtliche Funktionen integriert – auch die, die du als Start-up verglichen mit einem Großunternehmer nicht brauchst.

 

Bei xentral hingegen kannst du die Funktionen anpassen und dir individuell das ERP-System zusammenstellen, das am besten zu dir und den Bedürfnissen deines Unternehmens passt.

 

Der Preis spielt eine Rolle.

 

Ein ERP von SAP ist deutlich teurer als ein ERP von xentral. Das liegt natürlich daran, dass SAP’s ERP mehr Funktionen hat und sich primär an große Unternehmen richtet. 

 

Es lohnt sich dann allerdings nicht wirklich für dich, den teureren Preis zu bezahlen, wenn du gar nicht alle Funktionen des ERPs nutzen kannst, oder?

 

ERPs für Großunternehmer sind schwerfälliger als leane ERPs.

 

Auch das solltest du beachten. Durch den größeren Funktionsumfang ist das ERP von SAP definitiv schwerfälliger und unflexibler als das ERP von xentral. Davon betroffen ist nicht nur die Anwendung, sondern auch das Veränderungspotenzial. 

 

Wächst dein Unternehmen, wird es schwierig, das ERP von SAP daran anzupassen. Nutzt du allerdings xentral, kannst du das ERP flexibel an die neuen Bedingungen und Anforderungen anpassen.

 

Alles in allem passt ein ERP von SAP für Großunternehmer eher nicht zu Start-ups. 

 

Leane ERPs wie das von xentral jedoch sind nicht nur für Start-ups geeignet, sondern auch für kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) und Firmen, deren Zielgruppe sich in einer Marktnische befindet. Deswegen eignen sich ERPs wie das von xentral sehr gut als SAP-Alternative.

 

Am Schluss ist das natürlich deine eigene Entscheidung. Jedoch kann es nicht schaden, sich auf dem Markt der leanen ERPs umzuschauen und zum Beispiel durch einen ERP Vergleich das am besten Passende zu finden. 

 

Denn gerade für Start-ups ist es doch so: Man weiß nie genau, wo der Weg hinführt. Je flexibler sich dein Unternehmen also an die Gegebenheiten anpassen kann, desto erfolgreicher wird es sein. 

 

Und dabei kann dich ein ERP für Start-ups definitiv unterstützen!

 

Janina Horn
ÜBER DEN AUTOR
Janina Horn
Sie beschreibt komplexe Themen einfach und verständlich – als Business Redakteurin unterstützt sie das xentral Team dabei, für seine Kunden das nötige Fachwissen rund um ERP und Business Hacks aufzubauen.