Ob Prototyp oder Kleinserie – Ingenieurbüros und kleine bis mittlere Elektronikunternehmen verwalten, steuern und dokumentieren ihre Fertigungs- und Montageprozesse – von der Beschaffung über den Wareneingang bis zur Protokollierung der Fertigung – in der Regel manuell.

Die Produktion mit Software abbilden

Denn das gängige Angebot an Software- und Hardwarelösungen für Beschaffung, Produktion und Qualitätssicherung elektronischer Baugruppen und Geräte richtet sich vor allem an Losgrößen ab mehreren tausend Stück. Diese Lücke schließt nun xentral erp mit seiner Lösung xentral home. Die ERP-Lösung für Ingenieurbüros und Elektronikbetriebe mit einem bis dreißig Mitarbeitern enthält neu ein voll integriertes Produktionsmodul. Dieses bietet neben Funktionalitäten für Beschaffung die Möglichkeit, Serien- und Unterseriennummern direkt zu erfassen, Checklisten mit Prüffragen anzulegen oder Mess- und Programmiergeräte, Kameras für Dokumentationszwecke und kleine Produktionsanlagen anzubinden.

So funktioniert ein Produktionsmodul im ERP-System

Das neue Produktionsmodul von xentral ERP führt per Workflow durch den Produktions- und Qualitätssicherungsprozess und stellt automatisch alle wichtigen Informationen für die Bauteile und -gruppen bereit. So lassen sich etwa Arbeitsschritte mit Angaben für Durchführungszeiten oder der Ablauf für einen Funktionstest pro Baugruppe mit beliebiger Detailtiefe anlegen, angefangen von einfachen Fragen wie „Steht ‚ready‘ auf dem Display?“ oder „Ist die Power LED an?“ bis hin zu Arbeitsschritten, bei denen automatisch Werte von der Baugruppe erfasst und protokolliert werden.

Über eine Adapterbox lassen sich Messdaten zu Dokumentations- und Kalibrierungszwecken direkt in die ERP-Lösung einspielen. Die Adapterbox ist die Schnittstelle zwischen dem Sensor wie z. B. einem Messgerät und xentral ERP; sie verfügt über eine serielle oder USB-Schnittstelle für den Sensor und über einen Standard-Netzwerkanschluss für die Anbindung an xentral ERP. So kann zum Beispiel eine gemessene Spannung direkt als Kalibrierungswert mittels Programmer im Flash-Speicher oder EEPROM gespeichert oder in eine Firmware für das Endgerät komprimiert werden. Sind Gerät oder Baugruppe erfolgreich gefertigt, genügt ein Knopfdruck und xentral ERP druckt die Etiketten für Gehäuse, Platine und Verpackung aus. Ist über die Adapterbox eine Webcam angeschlossen, kann das fertige Produkt für Dokumentationszwecke photographiert werden.

Messen, testen, optimieren mit xentral

Dank der lückenlosen Datenerfassung im Produktions- und Qualitätssicherungsprozess in xentral ERP ist sofort ersichtlich, wieviel Ausschuss anfällt und wo die Ursachen dafür liegen – Informationen, die in Papierprozessen meistens nur rudimentär aufgezeichnet werden, welche aber wichtig für die Prozessoptimierung sein können, etwa durch den Wechsel des Lieferanten besonders schadensanfälliger Bauteile. Zu diesem Zweck bietet xentral home jederzeit die Möglichkeit, auf die Informationen in den Protokollen und die erfassten Serien- und Unterseriennummern zuzugreifen.

ERP für die Elektronikbranche

xentral ERP – ursprünglich eine Eigenentwicklung – hat sich mittlerweile zu einer umfassenden ERP-Lösung für Ingenieurbüros und Elektronikbetriebe mit bis zu 30 Mitarbeitern entwickelt. Da die Gründer selbst elektronische Bauteile und Geräte fertigten, sind alle Prozesse auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe abgestimmt, vom Inline-Programmer zum Aufspielen von Software bis zur Adapterbox für die Anbindung externer Geräte per Plug&Play. Sämtliche Module – von CRM und Bestellwesen über Online-Shop- und Kassenanbindung bis zu Produktion und Versand – sind nahtlos miteinander integriert und greifen auf eine zentrale Datenbank zu. Die Software ist zu 100 Prozent Web-basierend und unterstützt daher auch dezentrale und mobile Einsatzszenarien. Erweiterungen wie spezielle Oberflächen oder Schnittstellen sind im AppStore erhältlich.
xentral ERP enthält zahlreiche nützliche Funktionalitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Kleinbetrieben der Elektronikbranche. So unterbreitet die Software automatisch Bestellvorgänge auf Basis offener Produktionsaufträge. Die Anzahl der Baugruppen, die aufgrund des Materialbestands gefertigt werden können, lässt sich ohne Verzögerung ermitteln. Anwender können fehlende Artikel mühelos nachbestellen, die eingegangenen Waren werden automatisch mit den Bestellungen abgeglichen. Etiketten lassen sich jeweils an der richtigen Stelle im Prozess ausdrucken, können aber auch auf Lager produziert werden. Abgeschlossene Bestellungen werden als Verbindlichkeiten weitergeführt bis hin zum Bezahlvorgang, der unter Berücksichtigung von Zahlungszielen und Skontokonditionen automatisch von der Lösung vorgeschlagen wird. Einzelne Posten lassen sich zu Sammelüberweisungen an Lieferanten zusammenfassen. Der Kreislauf von Bestellung, Lieferung und Produktion bis zu Finanzbuchungen und Zahlungen ist geschlossen.