Die besten ERP-Systeme für Shopify-Shops 2026 im Vergleich 

Welche ERP-Systeme eignen sich 2026 für Shopify-Shops? Wir vergleichen die wichtigsten Systeme für 2026 und zeigen Stärken, Einsatzbereiche und Kosten im Überblick.
Vom 12. März 2026 • Aktualisiert am 21. Oktober 2026
Die wichtigsten Learnings aus dem Vergleich
  • Es gibt nicht das eine „beste ERP“ für alle Shopify Shops – entscheidend sind die individuellen Anforderungen und die Komplexität der Abläufe. 
  • Typische Themen wachsender Shopify Shops sind unter anderem manuelle Prozesse, begrenzte Transparenz über Bestände sowie die Koordination mehrerer Systeme und Schnittstellen.
  • Lösungen wie Billbee oder Afterbuy werden häufig in standardisierten Setups eingesetzt und unterstützen grundlegende Abläufe rund um Bestellungen und Versand.
  • ERP-Systeme wie SelectLine werden häufig von Unternehmen gewählt, deren Schwerpunkt auf Warenwirtschaft und Buchhaltung liegt, während e-Commerce-Prozesse als ein Teil des Gesamtsystems integriert werden.
  • Multichannel-Plattformen wie plentyONE fokussieren sich auf die Anbindung und Steuerung mehrerer Marktplätze und Vertriebskanäle.
  • Je stärker ein Shopify-Shop wächst, desto relevanter wird die Frage, ob das gewählte ERP die Automatisierung von Prozessen proaktiv unterstützt oder lediglich als Verwaltungstool für Bestellungen dient.

Shopify ist für viele Händler der Einstieg in den e-Commerce. Mit wachsendem Bestellvolumen, mehr Produkten und zusätzlichen Vertriebskanälen steigen die Anforderungen an Prozesse, Lager und Buchhaltung deutlich. Viele Shops arbeiten dann mit Excel-Listen, manuellen Workflows und instabilen Schnittstellen. Ein ERP-System kann diese Komplexität reduzieren, wenn es zum Shopify-Setup passt.

In diesem Artikel zeigen wir ERP-Systeme, die Shopify Shops in Deutschland 2026 realistisch einsetzen, inklusive Preislogik und Kostenstruktur. Der Vergleich stellt eine redaktionelle Auswahl dar und basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie typischen Einsatzszenarien im E-Commerce. Er erhebt keinen Anspruch auf eine vollständige Marktübersicht.

Warum brauchen Shopify Shops 2026 ein ERP?  

Shopify ist ein leistungsstarkes Shopsystem. Doch sobald ein Shop wächst, steigen die Anforderungen weit über den reinen Verkauf hinaus. Mehr Bestellungen, mehr Produkte und höhere Erwartungen an Lieferzeiten und Service führen schnell zu operativer Komplexität.

Viele Shopify Shops stoßen dabei an ähnliche Punkte, die eine Überprüfung der Systemlandschaft nahelegen:

  • Manuelle Prozesse in Lager, Einkauf und Rechnungsstellung, die Zeit kosten und fehleranfällig sind.
  • Fehlende Echtzeit-Transparenz über Bestände, Lagerbewegungen und Margen.
  • Mehrere Tools ohne stabile Datenflüsse, etwa zwischen Shop, Versand, Buchhaltung und Reporting.
  • Systeme mit begrenzten Möglichkeiten zur Erweiterung von Prozessen, Integrationen oder Datenstrukturen bei wachsenden Anforderungen.

Ein ERP setzt genau hier an. Es schafft eine zentrale Datenbasis, in der operative und finanzielle Prozesse zusammenlaufen, und ermöglicht standardisierte, skalierbare Abläufe – über den Shopify-Shop hinaus.

Wie haben wir die ERP-Systeme verglichen?  

Damit der Vergleich für Shopify Shops eine praxisnahe Orientierung bietet, haben wir die ERP-Systeme nicht nach Bekanntheit oder Marktanteil bewertet, sondern anhand typischer Anforderungen im e-Commerce-Alltag.

Die redaktionelle Bewertung basiert auf sechs zentralen Kriterien:

  • Shopify-Integration & Datenfluss: Wie zuverlässig und konsistent werden Shop-Daten weiterverarbeitet?
  • Automatisierung manueller Prozesse: In welchem Umfang lassen sich wiederkehrende Aufgaben reduzieren?
  • Lager, Logistik & Retouren: Wie werden Bestände, Versand und Rücksendungen abgebildet?
  • Integrationen & Schnittstellen: Anbindung an Systeme wie DATEV, Payment-Anbieter oder 3PLs
  • Reporting & Transparenz: Welche Einblicke erhalten Operations- und Finance-Teams?
  • Kostenstruktur & Skalierbarkeit: Wie entwickeln sich Kosten und Aufwand mit dem Wachstum des Shops?

ERP-System

Shopify-Anbindung

Automatisierung

Lager & Logistik

Integrationen (z. B. DATEV)

Skalierung

Xentral

Native Integration, API-Schnittstellen

Workflow-Automatisierung über No-Code-Flows

Lagerverwaltung inkl. Kommissionierung & Retourenprozesse

Integrationen über Middleware & 200+ APIs (u. a. DATEV)

ERP für Handelsunternehmen mit Multichannel-Vertrieb

Billbee

Integration über App bzw. Standardschnittstelle

Regelbasierte Automatisierung für Bestellungen & Versand

Basisfunktionen für Bestandsverwaltung

Integrationen zu Marktplätzen, Shops & ausgewählten Tools

Für kleinere Onlinehändler

SelectLine

Integration über Add-ons oder Schnittstellen

Automatisierung über Module & Erweiterungen

Warenwirtschaft mit Lagerverwaltung

Integrationen über Partnerlösungen & Schnittstellen

Für mittelständische Unternehmen

Afterbuy

Anbindung über Connectoren oder Drittanbieter

Automatisierung einzelner Verkaufs- & Versandprozesse

Basisfunktionen für Bestandsverwaltung

Integrationen zu Marktplätzen & ausgewählten Tools

Multichannel-Tools für Onlinehandel

plentyONE

Integrierte Shop- und Marktplatzanbindungen

Regelbasierte Prozessautomatisierung im e-Commerce

Lagerverwaltung & Versandabwicklung

Integrationen über Plugins & Schnittstellen

Plattform für E-Commerce und Multichannel-Handel

Die Angaben in dieser Tabelle und dem untenstehenden Vergleich basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen (Stand: Oktober 2026) sowie unserer redaktionellen Einschätzung. Funktionsumfang und Integrationen können sich ändern und je nach Nutzungsszenario variieren. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität.

Xentral – Cloud-ERP für wachsende Shopify Shops  

Was sind die Stärken von Xentral für Shopify Shops?  

  • Zentrale Abbildung aller relevanten Shopify-Prozesse: Xentral bündelt die zentralen Abläufe von Shopify Shops in einem System – von der Bestellung über Lager und Logistik bis hin zur vorbereitenden Buchhaltung. Dadurch entstehen keine Medienbrüche zwischen Shop, Lager, Versand und Finance.
  • Reduktion manueller Workflows und Excel-Listen: Im Wachstum entstehen in vielen Shopify-Shops manuelle Workarounds, etwa durch Excel-Listen oder doppelte Dateneingaben. Xentral bietet hierfür standardisierte, automatisierte Prozesse, um die manuelle Dateneingabe zu reduzieren.
  • KI-Agenten übernehmen ganze Prozesse: Xentral ist als KI-natives ERP gebaut. KI-Agenten verbuchen Eingangsrechnungen, bearbeiten Retouren und legen Aufträge an, ohne dass dein Team eingreifen muss. Für Shopify Shops bedeutet das: Bestellungen aus dem Shop werden eigenständig durchgereicht, Retouren laufen automatisiert durch, manuelle Tagesgeschäft-Aufgaben fallen weg.
  • Automatisierung ohne technisches Projekt: Wiederkehrende Abläufe lassen sich mit Xentral Flows, der No-Code-Automatisierungsplattform, abbilden und anpassen. Prozesse können so weiterentwickelt werden, ohne externe Entwickler oder langwierige IT-Projekte.
  • Stabile Integrationen für das Shopify-Ökosystem: Über Xentral Connect (Middleware) und eine offene API lassen sich Shopify, DATEV, Versanddienstleister, Payment-Anbieter und Fulfillment-Partner zuverlässig anbinden. Das reduziert manuelle Workarounds und sorgt für konsistente Datenflüsse. Auch bei Updates.
  • Mehr Transparenz über Operations und Finance: Operative und finanzielle Daten laufen in Xentral zusammen. Shopify Shops erhalten so eine bessere Übersicht über Lagerbestände, Prozesse und Geschäftsentwicklung und über reine Umsatzdaten aus dem Shop hinaus.
  • Skalierbarkeit für wachsende Geschäftsmodelle: Dank Cloud-Architektur und modularem Aufbau ist Xentral darauf ausgelegt, mit dem Unternehmen zu wachsen. Steigendes Bestellvolumen, zusätzliche Kanäle oder internationale Expansion lassen sich abbilden, ohne das ERP-System wechseln zu müssen.

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Was ist bei Xentral zusätzlich zu berücksichtigen?  

  • Nicht auf sehr einfache Shopify-Setups ausgelegt: Für Shops mit minimalen Prozessen oder sehr geringem Bestellvolumen kann der Funktionsumfang von Xentral mehr sein als aktuell benötigt.
  • Strukturiertes Onboarding notwendig: Da Xentral zentrale Prozesse abbildet, ist ein initiales Onboarding erforderlich, insbesondere bei komplexeren Lager-, Logistik- oder Integrationsanforderungen.
  • Fokus auf Prozess-ERP, nicht nur Order-Management: Xentral richtet sich an Shopify Shops, die ihre Abläufe ganzheitlich organisieren wollen. Wer ausschließlich eine einfache Bestellverwaltung sucht, findet einfachere Alternativen.

Wie ist die Preis- und Kostenstruktur von Xentral?  

  • Launch: ab ca. 99 €/Monat - für Startups mit bis zu 500.000 € Jahresumsatz.
  • Starter: ab ca. 349 €/Monat - für wachsende Unternehmen.
  • Business: ab ca. 649 €/Monat - für Mittelständler, die ihre Prozesse automatisieren wollen.
  • Pro: ab ca. 849 €/Monat - für skalierende Unternehmen mit komplexen Workflows.
  • Scale: Preis auf Anfrage - für Betriebe mit maximalen Anforderungen an System-Offenheit, Echtzeit-Performance, Premium-SLA und individuellen Vertragslaufzeiten.
  • KI-Agenten und Co-Pilot sind in jedem Plan enthalten.
  • Kostenlose 14-tägige Testversion mit Musterdaten.

Wie aufwendig ist die Einführung von Xentral?  

  • Onboarding: einmalig und projektabhängig.
  • Zeitrahmen: in der Regel wenige Wochen, abhängig von Setup, Datenmigration und Integrationen.
  • Durchführung oft mit zertifizierten Partnern.

Für welche Shopify Shops eignet sich Xentral besonders?  

  • Shopify Shops mit klarer Wachstumsstrategie.
  • Unternehmen, die manuelle Prozesse und Excel-Workarounds ablösen wollen.
  • Händler mit steigenden Anforderungen an Lager, Logistik, Reporting und Buchhaltung.
  • Shopify Shops, die ein skalierbares ERP statt einzelner Tools suchen.

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Billbee – Multichannel-Order-Management für Shopify Shops  

Was sind die Stärken von Billbee für Shopify Shops?  

  • Zentrales Multichannel-Order-Management: Billbee ist eine Cloud-basierte Multichannel-Software zur Verwaltung von Bestellungen und Lager für kleine und mittelgroße Onlinehändler:innen. Sie bietet eine zentrale Oberfläche, über die Bestellungen, Rechnungen und Versand abgewickelt werden können, inklusive automatisierter Dokumenterstellung wie Rechnungen oder Versandetiketten.
  • Shopify-Integration und Bestandsabgleich: Billbee lässt sich als offizieller Shopify-Partner schnell anbinden. Die Integration synchronisiert Bestellungen, Lagerbestände und Versandinformationen zwischen Shopify und Billbee. Dadurch können Bestände konsistent gehalten und Überverkäufe reduziert werden.
  • Automatisierung wiederkehrender Aufgaben: Billbee bietet Funktionen zur Automatisierung von Routinetätigkeiten wie Versandmitteilungen, Statusupdates und Rechnungsversand. Dadurch lassen sich wiederkehrende Aufgaben automatisieren und manuelle Arbeit im Tagesgeschäft reduzieren.
  • Breite Integrationslandschaft: Neben Shopify unterstützt Billbee viele weitere Systeme und Marktplätze (z. B. Amazon, eBay, Etsy) sowie Schnittstellen zu Versanddienstleistern und Buchhaltungslösungen wie DATEV. 

Was ist bei Billbee zusätzlich zu berücksichtigen?  

  • Order- und Inventarmanagement: Billbee wird häufig vor allem für Order- und Inventarmanagementprozesse eingesetzt, zum Beispiel für die Verwaltung von Bestellungen, Rechnungen und Versandabläufen. Unternehmen mit weitergehenden Anforderungen wie tieferen Finanzprozessen, komplexerer Produktionsplanung oder detailliertem Reporting sollten im jeweiligen Setup prüfen, ob der vorhandene Funktionsumfang ihren Anforderungen entspricht.
  • Lagerprozesse und Logistikanforderungen: Die Lagerfunktionen von Billbee sind auf viele typische e-Commerce-Anwendungsfälle ausgelegt. Bei Setups mit mehreren Lagerstandorten, komplexeren Lagerlogiken, umfangreichen Kommissionierprozessen oder detaillierten Retourenworkflows empfiehlt sich ein Blick darauf, ob die vorhandenen Funktionen die individuellen Anforderungen vollständig abdecken.
  • Setup ist je nach Anforderung nicht immer trivial: Billbee lässt sich in vielen Fällen schnell einrichten. Bei komplexeren Konfigurationen, zum Beispiel beim Bestandsabgleich oder bei individuellen Workflow-Automatisierungen zwischen Shopify und Billbee, kann zusätzlicher Konfigurationsaufwand oder technisches Feinjustieren erforderlich sein.

Wie ist die Preis- und Kostenstruktur von Billbee?  

Billbee arbeitet mit einem nutzungsbasierten Preismodell. Der Einstieg liegt bei rund 9 € pro Monat (netto) als Grundgebühr, hinzu kommen variable Kosten je Auftrag bzw. genutzte Leistung.

Die tatsächlichen Kosten können je nach gewähltem Paket, Anzahl der Nutzer, Transaktionsvolumen, genutzten Integrationen oder zusätzlichen Modulen variieren. Preise und Leistungsumfang können sich zudem im Zeitverlauf ändern.

Seit 2025 ist Billbee Teil der comrce-Software-Gruppe (Mehrheitsgesellschafter: Bregal Unternehmerkapital). Ab 200 abgewickelten Bestellungen pro Monat sind die Tools Replyco (Helpdesk) und VentoryOne (Bestandsmanagement) ohne Aufpreis in Billbee enthalten. Eine 30-tägige kostenlose Testphase ist verfügbar.

Wie aufwendig ist die Einführung von Billbee?  

  • Schnelle Inbetriebnahme: Billbee lässt sich in wenigen Schritten einrichten, auch ohne IT-Vorkenntnisse. Das System ist so konzipiert, dass man es „out of the box“ nutzen kann.
  • Shopify-Anbindung: Die Verbindung zu Shopify erfolgt direkt über die Billbee-App und kann in kurzer Zeit autorisiert werden.
  • Komplexere Workflows: Für weitergehende Automatisierungen oder Multichannel-Setups kann etwas Einarbeitungszeit nötig sein.

Für welche Shopify Shops eignet sich Billbee besonders?  

  • Kleine bis mittelgroße Shopify Shops, die Bestellungen, Versand und Lager zentral verwalten wollen.
  • Händler:innen, die eine preisgünstige, schnell einsatzfähige Lösung für Order- und Inventarmanagement suchen.
  • Shops mit Fokus auf Anbindung mehrerer Verkaufskanäle (z. B. Amazon, eBay, Etsy).
  • Teams ohne umfangreiche IT-Ressourcen, die Standardprozesse automatisieren möchten.

SelectLine – klassisches ERP mit Shopify-Anbindung  

SelectLine ist eine modulare ERP-Software, die in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen im deutschsprachigen Raum im Einsatz ist. Shopify kann über eine Zusatz-Schnittstelle bzw. Integrationsmodule an SelectLine angebunden werden, sodass Bestelldaten, Lagerbestände, Artikelstammdaten und weitere Informationen zwischen Shop und ERP synchronisiert werden können.

Was sind die Stärken von SelectLine für Shopify Shops?  

  • Solide ERP-Grundfunktionen für Handel und Verwaltung: SelectLine deckt klassische ERP-Anforderungen ab: von Artikel- und Lagerverwaltung über Auftragsbearbeitung bis Rechnungswesen, Einkauf oder CRM und bietet damit eine zentrale Plattform für interne Geschäftsprozesse.
  • Etablierte Lösung im DACH-Raum: SelectLine ist seit vielen Jahren im Einsatz und wird von vielen mittelständischen Anwender:innen genutzt, was Stabilität, Support-Partnernetz und lokale Verfügbarkeit bedeutet.
  • Shopify-Anbindung verfügbar: SelectLine bietet eine spezielle Integrationsschnittstelle zu Shopify (als Zusatzmodul), die relevante Daten wie Bestellungen, Lagerbestände, Artikelinformationen und Kundenadressen zwischen ERP und Shop abgleicht. 

Was ist bei SelectLine zusätzlich zu berücksichtigen?  

  • Einsatzschwerpunkt im klassischen ERP-Umfeld: SelectLine wird häufig in Unternehmen eingesetzt, die klassische ERP-Prozesse wie Warenwirtschaft, Rechnungswesen oder Auftragsbearbeitung zentral abbilden möchten. Für Unternehmen mit starkem Fokus auf Onlinehandel oder Shopify sollte im jeweiligen Setup geprüft werden, wie die e-Commerce-Anbindung über Schnittstellen umgesetzt wird und ob sie die eigenen Anforderungen vollständig unterstützt.
  • Integration und Einrichtung der Shopify-Anbindung: Die Anbindung von Shopify an SelectLine erfolgt in der Regel über zusätzliche Integrationsmodule oder Schnittstellen. Je nach Setup kann die Einrichtung mit Unterstützung eines Implementierungspartners erfolgen, insbesondere wenn individuelle Konfigurationen oder Anpassungen erforderlich sind.
  • Umsetzung individueller Geschäftsprozesse: SelectLine bietet eine modulare ERP-Struktur, mit der sich unterschiedliche Geschäftsprozesse abbilden lassen. Wenn mehrere Module kombiniert werden oder individuelle Abläufe umgesetzt werden sollen, kann es sinnvoll sein zu prüfen, welcher Konfigurations- oder Anpassungsaufwand im jeweiligen Projekt entsteht.

Wie ist die Preis- und Kostenstruktur von SelectLine?  

  • SelectLine ist mittlerweile in der cloudbasierten Produktlinie SelectLine neo erhältlich, mit den Modulen neo ERP (Basic und Premium), neo Finance und neo Factory für produzierende Unternehmen.
  • Monatliche Lizenzkosten für neo ERP beginnen bei ca. 59 € pro Nutzer; die genauen Preise werden partnergestützt kalkuliert und richten sich nach Edition, Modulen und Anzahl der Arbeitsplätze.
  • Die Shopify-Integration und weitere Add-ons sind als kostenpflichtige Zusatzmodule verfügbar.
  • Eine kostenfreie 30-tägige Testversion steht zur Verfügung.

Wie aufwendig ist die Einführung von SelectLine?  

  • Einführung: projekt- und partnerabhängig: Die Implementierung von SelectLine erfolgt in der Regel mit Unterstützung eines Fach-Partners vor Ort oder online.
  • Zeit hängt stark vom Umfang und der eingesetzten Module ab. Einfache Setups sind schneller implementierbar als umfangreiche ERP-Installationen mit vielen Integrationen.

Für welche Shopify Shops eignet sich SelectLine besonders?  

  • ERP-erfahrene Unternehmen mit stabilen Prozessen, die eine klassische ERP-Struktur mit Shopify-Anbindung verbinden möchten.
  • Mittelständische Händler, die neben Shopify auch andere interne Geschäftsprozesse wie Einkauf, Rechnungswesen oder Produktion zentral steuern wollen.
  • Shops, die bereits ein traditionelles ERP nutzen oder ein etabliertes System bevorzugen.

Afterbuy – etablierte Warenwirtschaft mit Shopify-Connector  

Afterbuy ist eine seit vielen Jahren etablierte Warenwirtschafts- und Multichannel-Lösung, die vor allem im deutschen e-Commerce verbreitet ist. Shopify kann über einen Connector bzw. Drittanbieter-Integrationen angebunden werden, sodass Bestellungen, Artikel und Lagerbestände zwischen Shop und Afterbuy ausgetauscht werden können.

Was sind die Stärken von Afterbuy für Shopify Shops?  

  • Bewährt im operativen Tagesgeschäft: Afterbuy wird von vielen Händler:innen seit Jahren genutzt und ist auf Kernaufgaben wie Bestellabwicklung, Artikelverwaltung und Versandprozesse ausgelegt. 
  • Shopify-Anbindung über Connector verfügbar: Über einen offiziellen Shopify-Connector bzw. Integrationen lassen sich Bestellungen, Produktdaten und Lagerbestände zwischen Shopify und Afterbuy synchronisieren. Damit eignet sich Afterbuy für standardisierte Shopify-Anbindungen ohne komplexe Prozesslogik.
  • Vergleichsweise niedrige Einstiegskosten: Im Vergleich zu komplexeren ERP-Systemen liegt Afterbuy preislich im niedrigen bis mittleren Segment und ist dadurch für kleinere Händler:innen attraktiv.

Was ist bei Afterbuy zusätzlich zu berücksichtigen?  

  • Typischer Einsatzbereich im Multichannel-Handel: Afterbuy wird häufig für standardisierte Warenwirtschafts- und Multichannel-Prozesse eingesetzt, insbesondere für die Verwaltung von Bestellungen, Artikeln und Versandabläufen über verschiedene Verkaufskanäle. Unternehmen mit weitergehenden Anforderungen an Finanzprozesse, Reporting oder durchgängige Prozessautomatisierung sollten im jeweiligen Setup prüfen, ob der vorhandene Funktionsumfang ihre Anforderungen vollständig unterstützt.
  • Automatisierung von Prozessen: Afterbuy bietet verschiedene Möglichkeiten, wiederkehrende Abläufe regelbasiert zu steuern, zum Beispiel bei Statusupdates, Versandprozessen oder Dokumentenerstellung. Wenn individuelle Prozesslogiken oder flexible Workflow-Automatisierungen benötigt werden, kann es sinnvoll sein, zu evalueieren, welche Optionen im jeweiligen Setup zur Verfügung stehen.
  • Anforderungen bei wachsendem Geschäft: Afterbuy wird häufig in Setups eingesetzt, in denen Bestellabwicklung, Artikelverwaltung und Versandprozesse zentral organisiert werden sollen. Wenn Bestellvolumen, Vertriebskanäle oder internationale Anforderungen wachsen, sollte geprüft werden, wie sich bestehende Prozesse erweitern oder sich an neue Anforderungen anpassen lassen.

Wie ist die Preis- und Kostenstruktur von Afterbuy?  

Zum 1. Juli 2026 hat Afterbuy sein Preismodell neu strukturiert und bietet seitdem vier Tarife, die monatlich geändert werden können. Inflationsausgleich und Bestandsschutzgebühr wurden abgeschafft. Afterbuy ist Teil der ECOMMERCE ONE Gruppe.

  • Starter: ab ca. 19 €/Monat (bei jährlicher Abrechnung) zzgl. 0,25 € pro Transaktion. Umfasst Grundfunktionen wie Warenwirtschaft, Bestellwesen und Versand.
  • Growth (vormals Seller): ab ca. 59 €/Monat. Erweiterte Funktionen und Marktplatz-Support.
  • Pro (vormals Powerseller): ab ca. 149 €/Monat. Enthält erweiterte Funktionen und zusätzliche Module.
  • Partner: individueller Tarif ab 50.000 Transaktionen pro Monat, Preis auf Anfrage.
  • Zusätzliche Module (z. B. Message-System, Lagerapp, erweitertes Reporting) sind gegen Aufpreis buchbar.
  • Die Kündigungsfrist liegt bei 3 Monaten.

Die tatsächlichen Kosten können je nach gewähltem Paket, Transaktionsvolumen, genutzten Integrationen oder zusätzlichen Modulen variieren. Preise und Leistungsumfang können sich zudem im Zeitverlauf ändern.

Wie aufwendig ist die Einführung von Afterbuy?  

  • Die Anbindung an Shopify über den Connector ist in der Regel schnell umsetzbar.
  • Kein klassisches ERP-Einführungsprojekt notwendig, solange die Prozesse einfach bleiben.

Für welche Shopify Shops eignet sich Afterbuy besonders?  

  • Shopify Shops mit einfachen Warenwirtschafts- und Versandprozessen.
  • Händler:innen mit grundlegendem Multichannel-Vertrieb (z. B. Shopify, eBay, Amazon).
  • Teams mit geringem Automatisierungs- und Integrationsbedarf.
  • Unternehmen ohne kurzfristige Pläne für komplexe Lager- oder ERP-Prozesse.

plentyONE – Multichannel-Plattform mit ERP-Fokus  

plentyONE ist eine cloudbasierte e-Commerce-Plattform, die Händler:innen ermöglicht, Produktdaten, Bestellungen, Lager und Verkaufskanäle in einer zentralen Lösung zu verwalten. Die Plattform richtet sich häufig an Unternehmen, die über mehrere Marktplätze und Shops gleichzeitig verkaufen und Prozesse vereinheitlichen möchten. 

Was sind die Stärken von plentyONE für Shopify Shops?  

  • Multichannel-Fokus: plentyONE vereint Produktdaten, Bestellungen und Fulfillment über zahlreiche Vertriebskanäle und Marktplätze auf einer Plattform. Dadurch können Händler:innen ihre Reichweite zentral steuern.
  • Viele e-Commerce-Funktionen in einem System: Die Plattform bündelt Funktionen wie PIM (Produktdatenmanagement), OMS (Order Management), WMS (Lagerverwaltung), CRM sowie integrierte Workflows, inklusive Automatisierungen und Prozesssteuerung.
  • Zentrale Datenbasis für Produkt, Bestand und Channels: Einheitliche Stammdaten und ein zentraler Bestand sorgen für Konsistenz über Shops und Marktplätze hinweg.
  • Breite Kanal- und Marktplatzintegration: Über die Plattform lassen sich zahlreiche Marktplätze und externe Shops anbinden, sodass sich der Vertrieb auf vielen Kanälen zentral verwalten lässt. 

Was ist bei plentyONE zusätzlich zu berücksichtigen?  

  • Typischer Einsatzbereich im Multichannel-e-Commerce: plentyONE wird häufig in Unternehmen eingesetzt, die Produktdaten, Bestellungen und Vertriebskanäle über eine zentrale Plattform im Multichannel-e-Commerce steuern möchten. Unternehmen mit Anforderungen an umfangreiche ERP-Prozesse sollten im jeweiligen Setup prüfen, wie diese Funktionen innerhalb der Plattform oder über zusätzliche Integrationen umgesetzt werden können.
  • Einsatz in B2B-Szenarien: plentyONE wird häufig im B2C- und Marktplatzgeschäft genutzt. Wenn komplexere B2B-Anforderungen bestehen, zum Beispiel kundenspezifische Preislogiken, Freigabeprozesse, Rahmenverträge oder EDI-Anbindungen, kann es sinnvoll sein zu prüfen, wie diese Anforderungen im gewünschten Setup abgebildet werden.
  • Konfiguration bei wachsendem Setup: Mit zunehmender Anzahl an Verkaufskanälen, Produkten oder Funktionen kann der Konfigurations- und Steuerungsaufwand innerhalb der Plattform steigen. Unternehmen sollten daher evaluieren, wie sich Prozesse und Systemstruktur im eigenen Setup langfristig organisieren lassen.
  • Preisstruktur und Tarifmodelle: plentyONE bietet ein modulares Tarifmodell, bei dem Funktionsumfang und Nutzungslimits je nach Plan variieren können. Es kann daher sinnvoll sein zu bewerten, welche Tarifstufe und welche zusätzlichen Module für ihre Anforderungen geeignet sind und wie sich daraus die Gesamtstruktur der Kosten ergibt.

Wie ist die Preis- und Kostenstruktur von plentyONE?  

  • Lite: ab ca. 59 €/Monat - Einstiegstarif für Shop & erste Kanäle.
  • Lite+ ab ca. 99 €/Monat - erweitertes Multichannel-Setup.
  • Expand: ab ca. 149 €/Monat - für wachsende Shops.
  • Scale: ab ca. 229 €/Monat - inklusive tieferer Automatisierungen und zusätzlichen Funktionen.
  • Ultimate: Preis auf Anfrage - individuelle Enterprise-Lösung.
  • Die Grundgebühr enthält jeweils 10.000 € GMV pro Monat. Lite und Lite+ sind auf 50.000 € GMV/Monat gedeckelt, Expand und Scale auf 200.000 € GMV/Monat. Bei Überschreitung fallen zusätzliche Gebühren an.
  • Testphase: 30 Tage kostenlos testen ohne Verpflichtung. 

Die tatsächlichen Kosten können je nach gewähltem Paket, Anzahl der Nutzer, Transaktionsvolumen, genutzten Integrationen oder zusätzlichen Modulen variieren. Preise und Leistungsumfang können sich zudem im Zeitverlauf ändern.

Wie aufwändig ist die Einführung von plentyONE?  

  • Einführung: Abhängig vom Setup und dem gewählten Tarif.
  • plentyONE bietet eine Cloud-Plattform mit Guided Setup, Tutorials und Support, sodass Installationen zügig möglich sind. Komplexere Multichannel-Konfigurationen können mehr Projektzeit und Partnerunterstützung benötigen. 

Für welche Shopify Shops eignet sich plentyONE besonders?  

  • Händler:innen mit Multichannel-Vertrieb auf mehreren Marktplätzen und Shops.
  • Unternehmer:innen, die Produktdaten, Bestellungen und Fulfillment zentral steuern möchten.
  • Teams, die eine All-in-One-Plattform statt vieler Insellösungen bevorzugen.

Wann ist Xentral für Shopify Shops sinnvoll?  

Viele Shopify Shops erreichen mit zunehmender Komplexität einen Punkt, an dem Prozesse außerhalb des Shopsystems mehr Aufmerksamkeit erfordern. Bestellungen laufen sauber durch Shopify, doch Lager, Versand, Buchhaltung und Reporting sind oft über mehrere Tools verteilt oder stark manuell geprägt. An diesem Punkt ist es entscheidend, eine Systemlandschaft zu wählen, die langfristige Skalierbarkeit unterstützt.

Manuelle Prozesse und fehlende Automatisierungen  

Ein zentrales Problem wachsender Shopify Shops sind manuelle Prozesse und fehlende Automatisierung. Lagerbestände werden in Excel gepflegt, Rechnungen manuell nachbearbeitet oder Einkaufsprozesse außerhalb des Systems organisiert. Das kostet Zeit und erhöht die Fehleranfälligkeit. Xentral setzt hier an, indem es alle Kernprozesse in einem System bündelt und über Xentral Flows automatisierbar macht. Abläufe lassen sich standardisieren und bei Bedarf anpassen. Das ist darauf ausgelegt, den Bedarf an zusätzlichen Einzellösungen oder individuellen IT-Projekten bei Wachstumsschritten zu minimieren.

Dominik Hübner

Heute wünscht sich niemand mehr die alten Prozesse zurück.

Dominik Hübner, Technischer Leiter bei Sallys Shop

Sallys Logo

Echtzeit Überblick über Bestand, Lager und Logistik  

Ein weiterer Engpass ist der fehlende Echtzeit-Überblick über Bestand, Lager und Logistik. Ohne verlässliche Bestandsdaten entstehen Überverkäufe, fehleranfällige Kommissionierung oder unklare Retourenprozesse. Xentral fungiert als zentrale Instanz für Lager, Versand und Retouren. Bestandsbewegungen sind systematisch erfasst, nachvollziehbar und über alle angebundenen Kanäle hinweg konsistent: eine wichtige Grundlage für effizientes Fulfillment bei steigendem Bestellvolumen.

Integrationen und Schnittstellen  

Auch Integrationen und Schnittstellen sind für Shopify Shops ein kritischer Faktor. Unzuverlässige Anbindungen an Shopify, DATEV, Payment-Anbieter oder Versanddienstleister führen schnell zu manuellen Workarounds. Mit Xentral Connect als Middleware und einer offenen API sorgt Xentral für stabile, updatesichere Datenflüsse zwischen allen angebundenen Systemen. Das reduziert manuelle Eingriffe und erhöht die Prozesssicherheit, auch wenn sich das Setup im Laufe der Zeit weiterentwickelt.

Reporting und Transparenz  

Hinzu kommt das Thema Reporting und Transparenz. Shopify liefert Umsatzdaten, aber kaum Einblicke in Lagerwerte, operative Engpässe oder Margen. In Xentral laufen operative und finanzielle Daten zusammen, sodass Shopify Shops eine deutlich bessere Entscheidungsgrundlage erhalten. Nicht nur für Operations, sondern auch für Finance.

Wachstum und Skalierung  

Schließlich spielen Wachstum und Skalierung eine zentrale Rolle. Viele einfache Tools oder Legacy-Systeme funktionieren im kleinen Setup, werden aber zum limitierenden Faktor, sobald Volumen, Kanäle oder Länder zunehmen. Xentral ist cloudbasiert und modular aufgebaut und darauf ausgelegt, mit dem Unternehmen zu wachsen. Neue Anforderungen lassen sich abbilden, ohne das System wechseln oder ständig neue Einzellösungen integrieren zu müssen.

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Fazit: So findest du das passende ERP für deinen Shopify Shop  

Die passende ERP-Auswahl für Shopify hängt stark davon ab, wo dein Shop heute steht und welche strategischen Ziele er verfolgt.

Kleine Shops mit überschaubaren Prozessen setzen in der Praxis oft auf schlanke Tools wie Billbee oder Afterbuy, um schnell ans Ziel zu kommen. Klassisch ERP-orientierte Unternehmen finden in SelectLine eine bewährte Lösung mit Shopify-Anbindung, während plentyONE seine Stärken typischerweise im Multichannel-Vertrieb über eine Vielzahl von Marktplätzen ausspielt. Wachsende Shopify Shops, die ihre Prozesse zentralisieren, automatisieren und international skalieren möchten, ziehen häufig Xentral als Cloud-ERP in Betracht, da das System einen starken Fokus auf genau diese Anforderungen legt.

Wichtiger als der reine Markenname ist die Frage, welche Anforderungen dein Shop in den nächsten 12 bis 24 Monaten haben wird. Reicht eine fokussierte Bestellverwaltung aus, oder wird ein ERP-System benötigt, das Lager, Versand, Buchhaltung und Reporting in einer zentralen Oberfläche abbildet? Wer heute primär mit manuellen Workarounds arbeitet oder komplexe Datenstrukturen harmonisieren möchte, sollte sich Systeme ansehen, die nahe an standardisierten Workflows bleiben und das Wachstum prozessseitig flexibel begleiten können. Ein Testzugang ist dabei oft ein pragmatischer Weg, um den genauen Funktionsumfang im eigenen, individuellen Setup zu prüfen.

Häufig gestellte Fragen