Xentral-Natives aus Augsburg: Wie digitalXL in vier Jahren zum Gold-Partner wurde
digitalXL ist von Xentral-Natives gegründet – Menschen, die die Plattform von den ersten Zeilen Code an kennen. Aus dieser DNA ist in vier Jahren eine Agentur mit 20 Köpfen, über 400 Kundenprojekten und Gold-Partner-Status geworden. Ein Gespräch mit Gründer Jörn Heller und Alex Durz über Xentral und das Change Management vor Ort beim Kunden.
2018 bei Xentral angefangen, 2021 digitalXL gegründet
Jörn, wie hat deine Xentral-Geschichte angefangen?
Ich habe 15 Jahre lang als Dienstleister in meiner eigenen Medienagentur gearbeitet. Nachdem das Kapitel zu Ende gegangen ist, habe ich bei Benedikt Sauter (Xentral-Gründer) angefragt. Ich kannte Bene schon aus früherer Zusammenarbeit. 2018 habe ich bei Xentral angefangen und mit ihm alle möglichen Bereiche durchgearbeitet.
Als Bene mit seiner Co-Gründerin Claudia dann entschieden hat, das Produkt weiterzuentwickeln und die Implementierungsprojekte an Agenturen zu geben, haben wir 2021 unsere Expertise im heutigen digitalXL-Kernteam gebündelt, um Unternehmen als strategischer Partner bei ihrer digitalen Transformation und ERP-Einführung zu begleiten.
„Wir haben uns immer mitbewegt. Das ging von den ersten Konzepten, bevor es ein verkaufsfähiges ERP war, bis heute.“
Jörn Heller, Co-Founder & CEO digitalXL
Sitz: Augsburg
Team: 20 Mitarbeitende
Gegründet: 2021
digitalXL in Kürze: Lokal verwurzelt. Digital skaliert.
Xentral Partner Tier: Gold
Xentral Partner seit: 2021
Kundenprojekte: über 400
Umgesetzt: über 500 Entwicklungen, Customizings und Integrationen
Buchhalter spricht mit Buchhalter, Logistiker mit Logistiker
Alex, was unterscheidet digitalXL von anderen Agenturen?
Wir sind mit unseren Kunden gewachsen. Dadurch sind Spezialisten in jedem Bereich entstanden. Ein Prinzip ist: Bei uns spricht der Buchhalter mit dem Buchhalter, der Logistiker mit dem Logistiker.
In größeren Unternehmen ist Spezialisierung gegeben. Wenn du Kunden mit bis zu 500 Mitarbeitenden betreust, sitzt dort auf jedem Thema ein Fachexperte. Dann brauchst du auch auf Agenturseite jemanden, der genau diese Sprache spricht. So hat sich unser Wachstum ergeben: getrieben durch die Anforderungen der Kunden.
„digitalXL kennt die Prozesswelt seiner Kunden nicht aus Präsentationen, sondern aus dem eigenen operativen Vorleben. Diese Perspektive macht den Unterschied.“
Domenico Cipolla, Co-CEO
Wir kennen die Probleme unserer Kunden, weil wir sie selbst hatten
Was macht den Fit zwischen digitalXL und Xentral aus?
Jörn: Kontinuität ist uns sehr wichtig. Rund die Hälfte unseres Teams besteht aus ehemaligen Xentral-Mitarbeitenden. Sie bleiben über Jahre die gleichen Ansprechpersonen für unsere Kunden. Xentral wächst und wir bleiben das Gesicht auf der Kundenseite. Das funktioniert sehr gut.
Der zweite Punkt: Wir verstehen die Prozesswelt der Kunden. Wir alle hatten ein Vorleben außerhalb von Xentral. Die Probleme, die unsere Kunden haben, hatten wir früher in unseren eigenen Unternehmungen selbst.
Aha-Moment im Kundengespräch: Drittsysteme, die endlich verbunden sind
Was ist euer Aha-Erlebnis mit Xentral bei euren Kunden?
Alex: Das kommt stark auf die Rolle im Unternehmen an. Wenn wir bei Kunden wie z.B. Kochblume sehen, dass sie mit weniger Personal wesentlich mehr Versand am Tag schaffen als vorher, ist das der Moment, an dem sichtbar wird, was Xentral in der operativen Skalierung bewegt.
Und wenn ein Kunde ein Drittsystem angebunden haben will und ich ihm sagen kann: Anders als bei deinem bisherigen ERP oder deiner Excel-Welt kannst du per Plug-and-Play Verbindungen schaffen, dann ist das der Moment, an dem es Klick macht.
„Der größte Mehrwert von Xentral liegt darin, alle Verkaufskanäle an einer Stelle zu bündeln. Ein Knopfdruck, und ich sehe die Umsätze des Tages – egal wo ich gerade bin.“
Jörn Heller, Co-Founder & CEO digitalXL
Konzernstruktur trifft e-Commerce-Geschwindigkeit — begleitet über fünf Jahre
Könnt ihr aus der Praxis berichten: Welches Kundenprojekt hat euch in den letzten Jahren geprägt?
Jörn: Blanco Direct ist ein spannender Case, den wir seit einigen Jahren begleiten dürfen. Wir haben Blanco damals mit Xentral gewonnen. Zuerst nur mit dem deutschen Shop, dann auch für die weiteren europäischen Standorte.
Jetzt begleiten wir das Team bei der Expansion in die USA. Bis Ende dieses Jahres gehen die USA, Kanada und Mexico mit eigenem Shop live, inklusive Logistik vor Ort. Also alles, was Konzernkontext mit sich bringt.
Wenn ein Konzern eine e-Commerce-Ausgründung betreibt — für Ersatzteile, eine Sparte, ein einzelnes Produkt — trifft eine gewachsene Struktur auf Startup-Geschwindigkeit. Das ist immer spannend.
„Ein Projekt so lange zu betreuen und in einen komplett neuen Markt mit eigenem Steuersystem zu expandieren, ist schon ein Highlight für uns.“
Jörn Heller, Co-Founder & CEO digitalXL
Change Management: die eigentliche Hauptaufgabe
Was unterschätzen Kunden vor einer Einführung am meisten?
Alex: Change Management. Das ist nicht nur im e-Commerce so, sondern bei jedem Case. Du musst Mitarbeitende aus ihrer bisherigen Welt in eine neue bringen.
Wir begleiten möglichst von Beginn an vor Ort. So wie es beim Kunden verschiedene Charaktere gibt, schauen wir auch auf unserer Seite, wer zu wem passt. Funktionen sind das eine. Die kann man herbeiführen oder nicht. Aber wie du die Mitarbeitenden ins System bringst, hängt sehr am Persönlichen.
Dafür braucht es Empathie. Und die geht im direkten Gespräch am besten. Vor Ort tut sich um Längen mehr als in Remote-Calls oder schriftlicher Kommunikation. Deswegen ist das auch unser Ding: rausgehen und mit den Leuten sprechen.
Wir kennen Xentral aus dem eigenen Lager
Was hebt euch von anderen Xentral Partnern ab?
Jörn: Xentral wird nicht nur bei Kunden aufgesetzt, sondern im eigenen Haus verwendet. Mit Xenful betreiben wir einen eigenen Fulfillment-Dienstleister, der mit Xentral läuft. Prozesse werden direkt am eigenen Lager getestet, bevor sie beim Kunden ausgerollt werden. Hier stemmt unser Xenful Team im Monat 5000 Bestellungen, lagert 4500 Artikel auf bis zu 9000 Quadratmetern.
Ein toller Nebeneffekt: die eigenen Fulfillment-Räume werden von uns als Live-Showcase genutzt und Xentral-Prozesse können bei einer Lagerführung besser vermittelt werden.
Zusätzlich nutzen wir den Showroom für Events. Dieses Jahr haben wir beim E-COMMERCE CONNECT AUGSBURG e-Commerce Macher:innen, Kunden und Partner bei uns zusammengebracht.
Vom Hype zur Praxis: KI dort einsetzen, wo sie wirkt
Wo steht digitalXL beim Thema KI?
Jörn: Der Fokus liegt aktuell darauf, uns selbst KI-fit zu machen. Wir nehmen alle Mitarbeitenden mit, bauen Infrastruktur auf und lernen, wo ein Einsatz sinnvoll ist. Die Hype-Phase ist im Markt so langsam vorbei und es zieht mehr Realismus ein. Das ist eine schöne Zeit, um dranzubleiben.
Den klarsten Gewinn sehen wir in der internen Organisation. In der externen Kommunikation reifen die Systeme im Markt insgesamt noch. Die Kombination aus internem und externem Einsatz wird dann richtig spannend. Dafür machen wir uns jetzt fit.
Im Oktober starten wir mit ausgewählten Kunden einen regelmäßigen KI-Stammtisch: Welche Erfahrungen haben andere gemacht? Von Kunde zu Kunde. Wir wollen vor allem Vermittler sein und einen Austausch ermöglichen.
Wen wollt ihr damit ansprechen?
Alex: Wir haben zwei Personas identifiziert: die absoluten KI-Experten, die bereits alles einsetzen und die Gruppe, die selbst nicht KI-affin ist, aber weiß, dass sie irgendwann etwas tun will. Für diese Gruppe wollen wir gemeinsam mit anderen Kunden Programme erarbeiten. Klassisches Change Management.
Blick in die Zukunft: tiefer statt größer
Wo seht ihr digitalXL in fünf Jahren?
Alex: Wir werden sehr viel stärker in den KI-Sektor gehen und unsere Kunden dahin begleiten, so wie Xentral es produktseitig tut. Ansonsten wollen wir Konstanz wahren. Uns anpassen ja, aber nicht übermäßig verändern.
Ich glaube nicht, dass wir in fünf Jahren ein deutlich größeres Unternehmen sein werden. Eher werden wir mit ähnlicher Teamgröße vielleicht sogar weniger Kunden betreuen, aber dafür in engerer Zusammenarbeit. Je tiefer die Partnerschaft mit Kunden und Xentral ist, je tiefer wir gemeinsam mit den Customer Success Managern und anderen Abteilungen in die Betreuung gehen, desto erfolgreicher sind wir und desto glücklicher ist der Kunde.
Wir leben von unserer Dienstleistung, sonst nichts. Und die verkaufen wir am besten, wenn der Kunde sieht, welchen Mehrwert er bei uns hat.
„Je tiefer wir einen Kunden gemeinsam mit Xentral betreuen, desto erfolgreicher sind wir und desto glücklicher ist der Kunde.“
Alex Durz, Head of Sales & Marketing digitalXL
Xentral-native DNA: Von ehemaligen Xentral-Mitarbeitern gegründet — Insider-Know-how direkt aus der Praxis.
Erfahrung aus über 400 Projekten: Branchenübergreifende Expertise in e-Commerce, B2B und Logistik.
Praxis-Showcase Xenful: Eigener Fulfillment-Dienstleister, in dem Xentral täglich im Realbetrieb läuft.
Spezialisten-Team mit 20+ Köpfen: Von Prozessberatung über Customizing bis zum langfristigen Support.
Change Management vor Ort: Enge Begleitung beim Kunden — funktional und menschlich.
Mehr über digitalXL erfährst du auf digitalxl.de.