50 % weniger Fläche, +99 % richtig kommissioniert: Wie Skyspell mit Xentral skaliert
Der Schweizer Sammelkarten-Händler Skyspell hat mit Xentral sein Lager neu aufgestellt und steuert heute 200.000 Artikel mit fünf Mitarbeitenden über drei Kanäle.
50 %
weniger Lagerfläche gegenüber einem klassischen Kategorie-Lager
+99 %
Kommissionier-Genauigkeit im Lager
200.000
Artikel über 3 Verkaufskanäle, verwaltet von 5 Mitarbeitenden
Schnell wachsende Bestellungen, überquellende Regale, ein Gründer, der jede Karte selbst einsortiert: Lukas Schweizer und sein Sammelkarten-Business Skyspell sind aus ihrem alten Lager buchstäblich herausgewachsen. Mit Xentral und dem Schweizer Partner digiwrk hat Skyspell Lagerlogik, Auftragsabwicklung und alle Schweizer Eigenheiten bei Post, Zoll und Steuern neu aufgestellt.
Vor Xentral lief bei Skyspell alles über Shopify. Lieferscheine wurden von Hand getippt und das Lager nach Gefühl sortiert. Das ging, solange Lukas allein im Lager stand. Mit dem Wachstum, zwei separaten Shopify-Stores für B2B und B2C und dem Plan, Personal einzustellen, stieß das System an seine Grenzen. Dazu kamen Anforderungen in der Schweiz, an denen viele Lösungen scheitern, weil sie auf die EU zugeschnitten sind: Post-Anbindung, Verzollung, Währung, steuerliche Abbildung.
Xentral automatisiert die Auftragsabwicklung für alle drei Shops über eine zentrale Datenbasis. Im Lager arbeitet das Team mobil mit Handgeräten. Die Post-, Zoll- und Steuerregeln laufen im Standard. Partner digiwrk begleitete die Einführung und brachte die lokalen Feinheiten mit ein.
Skyspell spart sich rund 50 % Lagerfläche gegenüber einem klassischen Kategorie-Lager. Die Kommissionier-Genauigkeit liegt über 99 %. Neue Mitarbeitende sind nach 15 Minuten am Handgerät einsatzbereit. B2B-Rechnungen gehen automatisch raus, sobald der Lieferschein steht. Fünf Personen verwalten heute 200.000 Artikel über drei Kanäle.
Skyspell hat ein Luxusproblem: zu viele Karten, zu wenig Struktur
Lukas Schweizer gründete Skyspell vor vier Jahren als Einzelfirma. Er verkaufte Pokémon-Karten über Cardmarket. Der Handel lief so gut, dass daraus die Venditura AG wurde, mit Skyspell als Marke.
Heute ist Skyspell ein Unternehmen mit fünf Mitarbeitenden, das inzwischen 200.000 Artikel führt und seit neuestem mit Mineralien, Fossilien und Kristallen ein zweites Standbein aufgebaut hat.
Mit dem Wachstum wurde das alte Lager zum Problem. Skyspell kaufte fürs Wintergeschäft ein und am alten Standort war irgendwann kein Platz mehr dafür. Die Anlage dort stieß an ihre Grenzen: das Dach war zu tief für die Laderampe, wurden 15 Paletten auf einmal geliefert, musste das Team um Lukas die Ware von Hand hochverladen.
Die neue Halle hat, was die alte nicht hatte: taugliche Tore, Rampen und Hebebühnen.
„Dieses Wachstum wäre ohne Xentral nicht machbar gewesen. Wir hätten eine Person mehr gebraucht, die sich den ganzen Tag nur mit Lieferscheinen und Lagerregalen beschäftigt.“
Lukas Schweizer, Gründer & CEO, Venditura AG
Warum die Wahl auf Xentral fiel
Lukas ging den Auswahlprozess strukturiert an. Er orientierte sich an OMR Reviews und einer eigenen Kriterienliste. Fünf Punkte waren für ihn nicht verhandelbar:
Multichannel: Neue Kanäle anbinden ohne dabei jedes Mal eine Custom-Integration zu bauen
Integrierte Lagerverwaltung: Kein separates WMS drumherum
B2B/B2C-Preisstrategien: Zwei Preislogiken im selben System mussten möglich sein
Berichtswesen: Abverkaufsdaten pro Monat müssen einsehbar sein und pro Quartal forecasten
Fit für die Schweiz: Direkte Post-Anbindung, korrekte MwSt-Behandlung, CHF
Der letzte Punkt gab am Ende den Ausschlag. Software, die den Schweizer Markt nur nebenbei mitdenkt, kostet Zeit und Nerven – das hatte Lukas oft genug erlebt.
„Wir haben alles, was wir brauchen. Die Schweizer Post ist direkt angebunden, die steuerlichen Gegebenheiten sind abgebildet und auch banale Dinge wie die Währung sind geregelt.“
Lukas Schweizer, Gründer & CEO, Venditura AG
Der Partner vor Ort
Erst kurz vor Vertragsabschluss kam Samuel Basler von digiwrk dazu. Digiwrk ist ein Schweizer Xentral-Partner, der auch andere Xentral Kund:innen in der Schweiz betreut. Für Lukas war genau das der Vertrauensanker: jemand vor Ort, für den Grenzverkehr, Mehrwertsteuer und Post-Anbindung Alltag sind und kein Sonderfall.
„Es ist sehr wertvoll, jemanden vor Ort zu haben, der die kleinen Problemchen versteht, die wir in der Schweiz haben. Dass Xentral ein lokales Netzwerk hat, hat das Vertrauen geschaffen, dass wir keine Workarounds brauchen.“
Lukas Schweizer, Gründer & CEO, Venditura AG
Samuel übernahm die Einführung von Mai bis zum Go-live im August. Schritt für Schritt gingen sie die Xentral-Funktionen durch, meist ohne größeres Customizing. Post-Anbindung, Steuerregeln und CHF-Abwicklung liefen im Standard.
„Als Partner vor Ort kennt man die kleinen Schweizer Eigenheiten. Das schafft genau das Vertrauen, das es braucht, um ein Onboarding sauber über die Ziellinie zu bringen.“
Samuel Basler, Gründer & Geschäftsführer, digiwrk
Drei Monate bis zum Go-Live während des Wachstums
Das operative Geschäft lief während der dreimonatigen Einführung normal weiter. Skyspell musste nichts umbauen, sondern nur einstellen, was gebraucht wurde.
Die einzige Baustelle: Xentral Connect war zu dem Zeitpunkt noch neu. Deshalb konnten nicht alle Shopdaten so schnell live gehen wie geplant. "Da war Xentral Connect noch ganz frisch. Aber am Ende hat's gepasst", so Samuel.
Ein Tag bei Skyspell: von der Bestellung bis zum Paket
Heute laufen die Bestellungen aus den drei Shops automatisch in Xentral ein. Jeden Morgen erzeugt das System Picklisten für die MDE-Handgeräte im Lager. Die Mitarbeitenden scannen die Artikel, bringen sie zum Packtisch, kleben das Etikett drauf – und fertig.
Im B2B-Bereich läuft die Rechnungsstellung automatisch, sobald der Lieferschein erzeugt wird. Dazu braucht es keinen manuellen Zwischenschritt.
„Im Lager ist das MDE eine großartige Lösung. Unsere neuen Mitarbeitenden sind schnell angelernt. Du brauchst nur 15 Minuten, um jemandem zu zeigen, wie er durch die Regale läuft. Das ist perfekt für Stoßzeiten, wenn wir kurzfristig zusätzliches Personal brauchen.“
Lukas Schweizer, Gründer & CEO, Venditura AG
50 % weniger Fläche, +99 % richtig kommissioniert
Der größte Hebel war das Umdenken im Lager. Früher waren die Regale nach Kategorien sortiert. Dann hat Lukas nachgerechnet: Mit einem reinen Kategorie-Lager bräuchte Skyspell bei der heutigen Artikelmenge rund 50 % mehr Fläche, weil Kategorien nie gleichmäßig wachsen. Füllt sich eine zu stark, muss umgeräumt werden, während das Nachbarregal halb leer bleibt.
Mit Xentral und MDE-Picking läuft es umgekehrt.
Die Ware kommt ins nächste freie Regal, das System merkt sich den Platz und das Handgerät führt die Mitarbeitenden zielgerichtet dorthin. Skyspell kommt ohne Sortieren und Umlagern aus, was sich positiv auf die Kommissionierung auswirkt: Sie liegt bei über 99 %. Nur in einem noch nicht vollständig integrierten Marktplatz-Restlager arbeitet das Team noch teils manuell.
Drei Verkaufswege, ein System
Skyspell kauft Sammlungen von Privatpersonen an. Wer verkauft, wählt zwischen drei Optionen: Auszahlung, Shop-Guthaben mit Bonus oder Consignment.
Beim Consignment übernimmt Skyspell die Ware, verkauft sie und zahlt die Summe erst nach dem Verkauf an die Person aus. Das Modell funktioniert nur mit einem breiten Warenbestand. Die meisten Karten sind in Xentral schon als eigene Artikel angelegt. Kommt eine neue Sammlung rein, wird sie den bestehenden Artikeln nur noch zugeordnet.
Parallel laufen drei Shopify-Stores über Xentral Connect: B2B, B2C und ein Live-Commerce-Shop für einen Streamer. Dazu Cardmarket für Sammelkarten und Ricardo für Restposten.
Weiteres Wachstum geplant
Skyspell verkauft heute europaweit. Der klare Schwerpunkt liegt auf der Schweiz. Ein Ziel für die nächsten drei Jahre: ein zweites Lager in der EU, das die Zollabwicklung vereinfacht und europaweite Events leichter macht. Dazu sollen weitere Marktplätze dazukommen. Galaxus und eBay sind im Gespräch, eBay vor allem, weil sich Sammlerstücke international gut verkaufen.
„Man fühlt sich sicher, dass das System, das wir aufgebaut haben, mit unserem Wachstum skaliert. Es entwickelt sich mit den Industriestandards weiter. Der Flow-Editor kam dazu, die KI-Features kommen, und man muss nicht schon wieder über einen Wechsel nachdenken.“
Lukas Schweizer, Gründer & CEO, Venditura AG
Fazit: Ein System, das mitwächst – auch in der Schweiz
Skyspell ist heute ein Fünf-Personen-Team, das mit Xentral 200.000 Artikel über drei Kanäle steuert. Die Schweizer Post, Steuerregeln und Währung laufen im Standard – dafür braucht es keine Sonderlösung. Den Unterschied macht auch digiwrk: der Partner vor Ort, der die lokalen Eigenheiten kennt.