Shopify mit Amazon verbinden: Das Beste aus zwei Welten

Die Verbindung von Shopify und Amazon bietet Händler:innen zahlreiche Vorteile. Welche das sind und worauf du achten musst, erfährst du in diesem Beitrag.

16. Dez. 2022

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Shopify auf Laptopscreen

Mr. Bezos kann zufrieden sein: Pandemie, Rohstoffkrise und weltweiten Lieferengpässen zum Trotz erwirtschaftete Amazon 2021 mit 467,66 Milliarden US-Dollar erneut einen Rekordumsatz. Allerdings entfällt nicht einmal die Hälfte dieses Betrags auf das vermeintliche Kerngeschäft des Konzerns, den Onlinehandel.

Über 50 Prozent der Umsätze generieren sich mittlerweile aus dem weiteren Angebot des Unternehmens aus Seattle; etwa dem Amazon Web Service mit seinen Cloud-Dienstleistungen oder dem hauseigenen Streaming-Portal. Ein besonders großer Brocken gehört mit über 100 Milliarden US-Dollar dem Handel über Drittanbieter.

Denn schon seit einigen Jahren stellt Amazon sein mächtiges Logistiknetzwerk unter dem Namen Fulfillment By Amazon (FBA) als Dienstleistung zur Verfügung und ermöglicht Händlern so etwa, einen Shopify-Shop als Vertriebskanal zu nutzen und für ihr Fulfillment auf FBA zu setzen.

Wie das in der Praxis funktioniert, welche Vorteile sich für dich aus der Verbindung von Shopify und Amazon ergeben und wie Xentral dabei ins Spiel kommt, zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Who's who: Wer sind Amazon FBA und Shopify?

Falls du gerade etwas ratlos bist, weil Amazon FBA oder Shopify dir kein Begriff sind, möchten wir dir unsere beiden Akteure kurz vorstellen:

Das ist Amazon FBA

Amazon FBA, oder auch Fulfillment By Amazon, ist das Third Party Logistics (3PL) Angebot des größten Onlinekaufhauses der westlichen Welt.

Dabei übernimmt Amazon für externe Händler das gesamte Fulfillment: Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und auch Kundenservice oder Rücksendungen laufen vollständig über das Logistiknetzwerk des Konzerns.

Das ist Shopify

Shopify ist eine der größten Plattformen für den Betrieb von Onlineshops. Ihr wesentlicher Vorteil: Die Einrichtung des Stores erfordert keinerlei Programmierkenntnisse. Via Designvorlagen stellen auch Laien innerhalb kürzester Zeit einen individuell gestalteten Shop auf die Beine.

Über 1,7 Millionen Händler setzen deshalb weltweit inzwischen auf Shopify – darunter so illustre Namen wie der Automobilkonzern Tesla, der Kreditkartenanbieter Mastercard oder die Kette für Schreibwaren und Bürobedarf staples.

Benefits: Warum es sich lohnt, Amazon und Shopify zu verbinden

Unsere Ausgangslage gestaltet sich also wie folgt: Du besitzt bereits einen Shopify-Shop, kannst erste Erfolge verzeichnen und bist nun auf der Suche nach einem Fulfillment-Partner. Oder du hast deine Waren bislang über den Amazon Marketplace verkauft, bist mit deinem Angebot aber mittlerweile bekannt genug, um über eine Erweiterung deiner Vertriebskanäle nachzudenken.

Weshalb solltest du jedoch entweder auf FBA oder auf Shopify setzen?

Ganz einfach: Weil die jeweilige Option dir jede Menge handfester Vorteile bietet.


Was Amazon FBA dir als Shopify-Händler bringt

Als Shopbetreiber kommst du irgendwann an den Punkt, an dem Versand und Service sich nicht mehr aus den eigenen vier Wänden heraus steuern lassen. Entweder gilt es nun, Mitarbeiter einzustellen und ein eigenes Fulfillment aufzubauen oder diese Arbeit einem Dienstleister zu überlassen.

Ersteres ist häufig keine realistische Option; zu aufwendig, zu teuer. Für die zweite Möglichkeit dagegen solltest du FBA auf jeden Fall in die engere Wahl nehmen. Denn wenn jemand Ahnung von Logistik und Fulfillment hat, dann ist es Amazon:

Das dichte Netzwerk an Logistikzentren des Konzerns verteilt über ganz Europa garantiert kurze Lieferzeiten; der Customer Support ist 24 Stunden, 7 Tage die Woche erreichbar; Millionen Kunden kennen und vertrauen bereits dem Prime-Service mit seinen Leistungen wie der Lieferung noch am selben Tag.

Kurzum: Ein vollständigeres Fulfillment-Angebot wirst du zu einem vergleichbaren Preis nur schwer finden.

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Welche Pluspunkte ein Shopify-Shop für dich als Amazon-Händler bereithält

Als Amazon-Händler bist du immer nur ein anonymer Anbieter unter tausenden anderen. Deine Produktseiten sehen aus, wie die jedes anderen Händlers, jeder Besucher, der sich deine Waren anschaut, bekommt immer auch ähnliche Artikel der Konkurrenz präsentiert.

Ein eigener Shopify-Store dagegen erlaubt es dir, eine Beziehung zu deinen Kunden aufzubauen und sie nicht nur von deinen Produkten, sondern von dir als Marke zu überzeugen. Angefangen mit dem Look and Feel deines Shops, über die Integration deines Social Media Auftritts bis hin zu Marketingmaßnahmen wie einem Newsletter kannst du deine Kundschaft gezielt ansprechen.

Gleichzeitig bist du Herr im eigenen Haus: Wichtige Kundendaten, die du zum Beispiel für Cross Selling oder Retargeting nutzen kannst, landen vollständig in deinen Händen; saisonale Rabattaktionen oder einmalige Sonderangebote verpuffen nicht wirkungslos neben unzähligen weiteren Anbietern, sondern schlagen voll durch.

Wenn du dich als Brand etablieren möchtest, führt an einem eigenen Shop langfristig kein Weg vorbei.

In Kombination: Multichannel Handel

Das eine tun, heißt selbstverständlich nicht, das andere zu lassen: Nur, weil du deine Waren ab sofort in deinem eigenen Shop präsentierst, musst du auf Amazon nicht die Segel streichen; wenn du als Shopify-Händler:in zukünftig FBA nutzt, solltest du den Marktplatz unbedingt als weiteren Vertriebskanal nutzen.

Denn so erhältst du mit einem Schlag sämtliche Vorteile beider Seiten: Zum einen die individuelle Produktpräsentation abseits aller Konkurrenz in deinem eigenen Shop. Zum anderen die Chance, aus den Millionen Amazon-Besuchern Neukunden für deinen Store zu akquirieren, die ansonsten nie auf dein Angebot gestoßen wären.

Praxistauglich: So verbindest du Shopify und Amazon FBA

Amazon auf Smartphonescreen

Du hast dich dazu entschlossen, Amazon FBA mit deinem Shopify-Shop zu kombinieren? Dann stellst du dir jetzt wahrscheinlich die Frage, wie das funktioniert. Denn der Verdacht liegt nahe, dass Amazon externen Händlern dabei eventuell Steine in den Weg legt. Shopify ist doch ein großer Konkurrent, oder?

Nun, Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Je vielfältiger das Angebot und je größer die Auswahl, desto höher ist die Chance, dass aus Interessierten schlussendlich Käufer werden. Denn das Onlinebusiness funktioniert tatsächlich analog zum stationären Handel: Das Fachgeschäft für Musik existiert neben dem Elektronikgroßhändler mit CD-Abteilung – die einen schätzen die Beratung hier, die anderen das breite Angebot dort. Aber erst die Kombination lockt die Menschen in die Stadt.

Deshalb gestaltet Amazon die Kombination von FBA und Shopify relativ einfach.

Für den Start benötigst du zunächst nur einen Shopify-Shop und ein professionelles Amazon Seller-Konto. Danach stehen dir für die Auftragsabwicklung zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

#1 Händische Auftragsabwicklung

Wenn eine Bestellung in deinem Shop eingegangen ist, erstellst du über die Amazon Seller Central einen Versandauftrag für das entsprechende Produkt. Eine Funktion zum Upload einer Excel-Tabelle erlaubt dir auch die Abwicklung mehrerer Aufträge gleichzeitig. Sobald alle Daten auf den FBA-Servern eingegangen sind, erledigt Amazon den Rest.

Dass diese Methode arbeitsintensiv und fehleranfällig ist, liegt auf der Hand: Jeden Artikel einzeln aufzulisten und abzusenden ist bereits bei ein paar Dutzend Bestellungen täglich nicht mehr praktikabel; Excel-Tabellen sind nicht unbedingt für ihre Übersichtlichkeit bekannt, gerade, wenn sie zahlreiche unterschiedliche Datenformate enthalten.

Wir raten daher von dieser Option ab und empfehlen dir die zweite Möglichkeit.

#2 Automatische Auftragsabwicklung über Schnittstellen

Amazon stellt für seine FBA-Software Schnittstellen (API: Application Programming Interface) zur Verfügung, die es erlauben, deinen Shopify-Shop direkt und digital mit dem Fulfillment zu verbinden. Eingehende Bestellungen werden so automatisch an das System weitergeleitet und der Versandauftrag gestartet. Eine Bearbeitung von Hand entfällt komplett. Fehlerquellen werden eliminiert, der Arbeitsaufwand reduziert. Allerdings gibt es einen winzigen Haken:

Aktuell ist eine unmittelbare Integration von Shopify in Amazon trotz aller zur Verfügung stehender Schnittstellen nicht möglich. Die beiden Systeme sprechen eine unterschiedliche Sprache und werden dies auf absehbare Zeit auch weiterhin tun – für eine Symbiose ist die Konkurrenz dann doch zu groß. Allerdings existiert eine einfache Lösung: ein Dolmetscher zwischen den Systemen.

So ist etwa die Business Operations Software Xentral in der Lage, zwischen Shopify und Amazon FBA zu übersetzen und Daten auszutauschen. Über die vorhandenen APIs werden die Plattformen verknüpft und dein Store nathlos angebunden.

Abgesehen davon ergeben sich durch eine Verknüpfung von FBA und Shopify über das Xentral ERP-System weitere Vorteile: Alle Bestellungen, ob sie über deinen Store, den Amazon Marketplace oder einen weiteren Vertriebskanal erfolgen, werden zentral dargestellt und verwaltet. Datenchaos gehört so der Vergangenheit an. Über den Status einer Lieferung, deine Lagerbestände oder Rückläufer bist du immer genau informiert.

Zuletzt lassen sich durch die tiefe Integration von Xentral und die Verbindung aller geschäftsrelevanten Plattformen zahlreiche Prozesse automatisieren. Dazu gehören nicht nur Standardaufgaben, wie die Weiterleitung von Aufträgen an das Fulfillment, sondern etwa auch Maßnahmen zur Kundenbindung wir der Versand von Track and Trace E-Mails oder buchhalterische Aufgaben wie das Update deiner Konten.

Lesetipp: Food-Startup buah nutzt beides: Shopify und Amazon – und Xentral ist als das schlagende Herz ihres Unternehmens. Mehr darüber, wie Gründer Daniel Krauter Xentral nutzt, findest du in der Customer Success Story.

Starke Kombination: Shopify und Amazon FBA mit Xentral ERP

Du siehst, eine Verbindung von Amazon FBA mit deinem Shopify-Shop bietet dir wichtige Vorzüge: Du profitierst von einem der besten 3PL-Anbieter weltweit und kannst deine Kundschaft gleichzeitig so individuell ansprechen, wie es dir nur in deinem eigenen Store möglich ist. Die Vorteile des Multichannel Handels stehen dir dennoch weiterhin offen.

Für eine nahtlose Anbindung der Systeme, ganz ohne arbeitsintensive händische Bestellabwicklung, sorgt das Xentral ERP-System. Indem es sich die vorhandenen Schnittstellen von Shopify und Amazon zunutze macht und beide Shopping-Welten miteinander verbindet, erhältst du eine Plattform, die zahlreiche Prozesse automatisiert, Informationen aus jeder beliebigen Quelle darstellt und dir komplette Kontrolle deines Business ermöglicht.

Wie einfach das geht, kannst du gerne selbst ausprobieren. Texte Xentral für zwei Wochen kostenlos und verbinde zwei großartige Möglichkeiten zu einem einzigen starken System.

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Elisabeth Büschler

Sie begeistert sich für innovative Brands und Content – und ist deshalb bei Xentral mit seinen mehr als 1.700 Startups und KMU goldrichtig. Ihr Antrieb ist es, die Xentral-Community mit hilfreichen Inhalten auf das nächste Business Level bringen.

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