Automatisierung im Lebensmittelhandel: Leitfaden für Food-E-Commerce

Von Alexander BethVom 12. Juni 2022Aktualisiert am 3. Juni 2026

Xentral zeigt, wie du im Lebensmittelhandel MHD-Tracking, Lager, Versand und Buchhaltung automatisierst und dein Food-Business trotz Kostendruck profitabel skalierst.

Auf dem Bild sind über einen PC-Monitor verschiedene Graphen aus dem Xentral-Dashbord zu sehen

Das Wichtigste in Kürze:

Der Food-E-Commerce wächst überdurchschnittlich:

2025 lag der Online-Umsatz mit Lebensmitteln in Deutschland bei rund 4,12 Milliarden Euro, ein Plus von 6 % gegenüber dem Vorjahr und doppelt so schnell wie der Gesamt-E-Commerce.

Gleichzeitig steigen die Kosten:

Erzeugerpreise für Nahrungsmittel lagen im Juli 2025 4,1 % über dem Vorjahresniveau. Wer seine Marge halten will, braucht automatisierte Prozesse statt manueller Excel-Listen.

Xentral bündelt fünf Kernprozesse in einem Cloud-ERP:

Auftragsabwicklung, Lager mit MHD- und Chargen-Tracking, Versand und Fulfillment, Buchhaltung sowie Multi-Channel-Vertrieb über Shop, Marktplatz und B2B.

Compliance läuft automatisch mit:

LMIV-Pflichtangaben, Rückverfolgbarkeit nach Artikel 18 (EG) 178/2002 und Loskennzeichnung werden direkt am Artikel und an der Charge geführt. Im Rückrufsfall ist betroffene Ware in Minuten identifiziert.

Automatisierung in drei Stufen:

Raus aus Excel, Lager und Kanäle automatisieren, dann Vollintegration mit Einzelhandel und B2B-Großkunden. Jede Stufe liefert messbare Hebel, bevor die nächste startet.

Der Food-E-Commerce wächst in Deutschland weiter, gleichzeitig drücken Inflation und Erzeugerpreise auf die Marge jedes Lebensmittel-Händlers. Wer in diesem Umfeld skalieren will, muss die operativen Prozesse im Food-E-Commerce strukturieren und automatisieren. Dieser Leitfaden von Xentral beschreibt, welche Prozesse im Lebensmittelhandel automatisierbar sind, welche gesetzlichen Pflichten dabei greifen und wie du Schritt für Schritt vom Excel-Chaos zum integrierten ERP kommst.

Food-E-Commerce in Deutschland: Wachstum trifft auf Kostendruck 

Der Online-Handel mit Lebensmitteln ist einer der dynamischsten Teilmärkte im deutschen E-Commerce. Laut BEVH (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland), 2025 lag der Online-Umsatz mit Lebensmitteln 2025 bei rund 4,12 Milliarden Euro und wuchs damit um etwa 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamt-E-Commerce kam im selben Zeitraum nur auf rund 3 Prozent Wachstum. Xentral sieht diesen Trend direkt bei seinen Kunden im Food-Segment.

Parallel dazu steigen die Kosten in der Lebensmittelproduktion. Das Statistische Bundesamt (Destatis, 2025) meldet für August 2025 einen Preisanstieg bei Nahrungsmitteln von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Erzeugerpreise für Nahrungsmittel lagen laut Destatis im Juli 2025 sogar 4,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Wer seine Marge im Lebensmittelhandel halten will, braucht belastbare Prozesse statt manueller Zeitfresser. Genau hier setzt Xentral an.

Steigende Umsätze und gleichzeitig steigende Einkaufspreise verschärfen die Anforderungen an die operative Steuerung. Jeder manuelle Zwischenschritt kostet Marge, Zeit und Fehlerkulanz. Die Automatisierung im Lebensmittelhandel ist damit kein Nice-to-have mehr, sondern die Voraussetzung für profitables Wachstum. Xentral liefert die dafür nötige Datenbasis.

Warum manuelle Prozesse im Lebensmittelhandel schnell kippen 

Im operativen Alltag eines Food-Händlers laufen viele Prozesse gleichzeitig. Bestellungen kommen aus dem Online-Shop, aus Marktplätzen und aus dem B2B-Bereich. Parallel müssen Chargen, Mindesthaltbarkeitsdaten und Kühlketten dokumentiert werden. Ohne ein zentrales System landen diese Informationen in Excel, E-Mails oder auf Zetteln im Lager. Xentral ersetzt diese Insellösungen durch eine einheitliche Datenbasis.

Fehlt diese Basis, entstehen drei typische Probleme. Bestände weichen vom realen Lager ab, Rechnungen gehen verzögert raus und gesetzliche Nachweise sind im Fall einer Prüfung nicht auffindbar. Das kostet Marge und im schlimmsten Fall die Freigabe einer Charge. Xentral macht diese Prozesse in einer zentralen Echtzeit-Lagerverwaltung sichtbar und revisionssicher.

Die Personaldecke im Food-Bereich ist zusätzlich dünn. Jede Stunde, die im Kundensupport für manuelle Lieferstatus-Abfragen draufgeht, fehlt im operativen Wachstum. Xentral automatisiert diese Abfragen, damit dein Team sich auf Sortiment, Marge und Kundenbindung konzentrieren kann.

Diese Prozesse deckt Xentral im Lebensmittelhandel ab 

Xentral bündelt die Kernprozesse eines Lebensmittel-Händlers in einem Cloud-ERP mit einheitlicher Datenbasis. Damit lassen sich Kette und Datenfluss vom Wareneingang bis zur Rechnung in einem System abbilden. Für den Food-E-Commerce sind insbesondere fünf Bereiche relevant. Jeder davon ist in Xentral standardmäßig verfügbar.

Im Bereich Auftragsabwicklung läuft der Import aus Shop, Marktplatz und B2B-Portal über das Order-Management in Xentral zusammen. Lieferbedingungen, Zahlungsarten und Preislisten greifen pro Kanal. So vermeidet Xentral Doppelerfassungen und reduziert Fehler in der Auftragsbestätigung.

Im Lager deckt Xentral die automatische Nachbestellung, Barcode-Scanning und mehrere Lagerstandorte ab. Mindesthaltbarkeit und Chargen werden am Artikel hinterlegt und wandern über Picks, Umlagerungen und Retouren mit. Das Batch-Management von Xentral sorgt dafür, dass eine Charge im Ernstfall in Sekunden rückverfolgbar ist.

In Versand und Fulfillment steuert Xentral den Pick-and-Pack-Prozess (Kommissionierung und Verpackung im Lager), die Label-Erstellung und die Versanddienstleister-Anbindung direkt aus dem Auftragsprozess. Damit skaliert dein Versand auch bei saisonalen Spitzen. Xentral integriert Carrier wie DHL und DPD ohne separate Middleware.

Wie funktioniert Xentral ERP für Lebensmittelhändler?

Chargen, MHD, Multi-Channel-Vertrieb und Lieferkette in einem System. Sieh dir an, wie Xentral speziell für Lebensmittel- und Getränke-Händler funktioniert.

Automatisierung Schritt für Schritt: Der 3-Stufen-Plan 

Ein Food-Business muss nicht in einem Zug alles automatisieren. Xentral empfiehlt einen Stufenplan, der sich am Reifegrad des Unternehmens orientiert. Jede Stufe liefert einen messbaren Hebel, bevor die nächste gestartet wird. So bleibt die operative Last handhabbar.

Stufe 1: Raus aus Excel 

Am Anfang stehen oft Tabellen für Bestand, Bestellungen und MHD. Diese Struktur bricht spätestens bei 200 bis 500 Bestellungen pro Monat. In Stufe 1 führt Xentral Artikelstamm, Bestand und Auftragsprozess zusammen. Pick-Listen, Versandlabels und einfache MHD-Prüfungen laufen automatisch. Damit fallen die größten manuellen Zeitfresser weg.

Stufe 2: Lager und Kanäle automatisieren 

Wenn Volumen und Sortiment wachsen, reicht ein einfaches Lager nicht mehr. Xentral verknüpft in Stufe 2 mehrere Lagerstandorte, Omnichannel-Bestände und automatische Nachbestellpunkte. Neue Vertriebskanäle wie ein zusätzlicher Marktplatz lassen sich ohne neues Tool anbinden. Die zentrale Artikel-Synchronisation in Xentral sorgt dabei für konsistente Preise und Stammdaten über alle Kanäle.

Stufe 3: Vollintegration und Einzelhandel 

Ab einem bestimmten Volumen kommt die Anbindung an den stationären Einzelhandel oder an größere Großhandelskunden dazu. Xentral bildet in Stufe 3 Teams, Rollen, mehrere Mandanten und komplexere Workflows ab. Fakturierung und Finanzbuchhaltung laufen automatisiert, inklusive Zahlungsabgleich und Mahnwesen. Damit ist dein Food-Business bereit für internationales Wachstum.

LMIV, MHD und Chargen: Was Xentral für die Compliance leistet 

Der Lebensmittelhandel ist in der EU stark reguliert. Die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) schreibt laut Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), 2025 unter anderem MHD, Zutaten, Nährwerte und Allergene als Pflichtangaben vor. Wer online Lebensmittel verkauft, muss diese Informationen bereits vor Kaufabschluss zeigen. Xentral verwaltet diese Angaben zentral am Artikel, damit sie in jedem Kanal sauber ausgespielt werden.

Parallel gilt die Rückverfolgbarkeitspflicht nach Artikel 18 der Verordnung (EG) 178/2002. Sie verlangt das „one step back, one step forward"-Prinzip: Jeder Händler muss nachweisen, von welchem Lieferanten ein Produkt stammt und an welchen Kunden es ausgeliefert wurde. Xentral protokolliert diese Kette automatisch über Chargen und Liefer-IDs. Im Fall eines Rückrufs ist die betroffene Ware in wenigen Minuten identifiziert.

Auch die Loskennzeichnung (Chargennummer) ist bei vorverpackten Lebensmitteln Pflicht, sofern das MHD nicht mit Tag und Monat unverschlüsselt angegeben ist. Xentral bildet Chargen konsequent mit, inklusive Ablaufdatum und Herkunft. So reduzierst du das Prüfungsrisiko und schützt deine Kunden vor fehlerhaften Lieferungen.

Was die Automatisierung im Food-E-Commerce konkret bringt 

Die Automatisierung zahlt auf drei Hebel ein: Marge, Geschwindigkeit und Compliance. Xentral bündelt diese Hebel in einem System, das sich in Wochen statt Monaten produktiv schalten lässt. Der Unterschied wird in der Bestellabwicklung sofort sichtbar.

Typische Effekte, die Xentral bei Kunden im Lebensmittelhandel beobachtet:

  1. Fehlerquote bei Aufträgen sinkt, weil Bestand, Preis und Versand nicht mehr doppelt gepflegt werden.

  2. Time-to-Ship wird kürzer, weil Pick-Listen, Labels und Versandaufträge automatisch entstehen.

  3. Reporting ist belastbar, weil Marge, Wareneinsatz und Retourenquote direkt aus einer Datenbasis kommen.

  4. Compliance-Risiken gehen zurück, weil MHD, Chargen und Dokumente revisionssicher abgelegt sind.

  5. Skalierung in neue Kanäle wird planbar, weil jeder neue Shop an dieselbe Datenbasis andockt.

Xentral positioniert sich dabei bewusst zwischen Starter-ERP und klassischer Enterprise-Software. Du bekommst die Funktionsbreite eines integrierten Systems, ohne monatelanges Implementierungsprojekt. Mit automatisierten Workflows von Xentral steuerst du wiederkehrende Aufgaben wie Bestandsmeldungen, Nachbestellungen oder Retouren regelbasiert.

Xentral ERP – Der nächste Schritt für dein Business

Bist du bereit, dein Business im Food E-Commerce zu automatisieren und die Weichen auf Wachstum zu stellen? Wir haben die passende Lösung!

Häufig gestellte Fragen zu Automatisierung im Lebensmittelhandel: Leitfaden für Food-E-Commerce

Wie automatisiert Xentral das MHD- und Chargen-Tracking im Lebensmittelhandel?

Xentral hinterlegt MHD und Chargennummer direkt am Artikel und am Lagerbestand. Bei Wareneingang, Umlagerung, Pick und Retoure wandert die Charge automatisch mit. Im Rückrufsfall zieht Xentral alle betroffenen Lieferscheine und Kunden in wenigen Minuten aus der Datenbank.

Welche Xentral-Funktion deckt die Rückverfolgbarkeit nach LMIV ab?

Für die gesetzliche Rückverfolgbarkeit nutzt Xentral das integrierte Batch-Management in Kombination mit den Beleg-Ketten aus Einkauf und Versand. Damit ist das „one step back, one step forward"-Prinzip abgebildet, wie es Artikel 18 der Verordnung (EG) 178/2002 fordert. Du erfüllst die LMIV-Dokumentationspflicht, ohne parallel Excel-Listen zu pflegen.

Ab welchem Umsatz lohnt sich Xentral für ein Food-Startup?

Xentral lohnt sich im Lebensmittelhandel meist ab einem Bestellvolumen, bei dem Excel-Prozesse und Shop-Plug-ins spürbar bremsen. In der Praxis sehen wir das häufig bei wachsenden Händlern zvischen 1 und 50 Millionen Euro Umsatz. Der Cut-off liegt seltener beim Euro-Umsatz und häufiger bei der Zahl paralleler Kanäle und Lager.

Wie lange dauert eine Xentral-Einführung im Food-Business?

Typische Xentral-Implementierungen im Food-E-Commerce laufen in Wochen, nicht in Monaten. Der Zeitrahmen hängt von Kanalanzahl, bestehenden Stammdaten und Integrationen ab. Wir arbeiten dabei mit Sandbox-Umgebungen, damit dein Team Workflows live testet, bevor das neue System scharf geschaltet wird.

Kann Xentral Online-Shop, Marktplätze und B2B-Kunden gleichzeitig bedienen?

Ja, Xentral führt Aufträge aus Online-Shops, Marktplätzen und B2B-Portalen in einer einheitlichen Auftragslogik zusammen. Preise, Zahlungsarten und Versandregeln lassen sich pro Kanal steuern, ohne die Datenbasis zu fragmentieren. Damit deckt Xentral Multichannel-Vertrieb in einem System ab.

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Alexander Beth
Er begeistert sich für junge Brands, E-Commerce und Content mit Mehrwert. Als Content Marketing Manager bei MarkOp – Marketing & Webdesign schreibt er für Xentral über Themen, die Unternehmen auf ihrem Wachstumskurs voranbringen.

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