Startup-Guide: 12 Expertentipps für gesundes Wachstum

Was es für maximalen Erfolg zu beachten gilt

22. Juli 2022

11 minutes reading time

Topics:

-

Fulfillment /

Versand /

Buchhaltung

shutterstock_562875322-scaled

Die Finanzierungsfrage ist geklärt, das Produkt auf dem Markt und der Absatz steigt – jetzt ist dein Startup bereit zu skalieren. Doch gerade an diesem Punkt warten auf Gründer einige Stolperfallen und insbesondere rasantes Wachstum wird schnell zur Überforderung. Plötzlich passen die Strukturen nicht mehr, mit kletternden Mitarbeiterzahlen verschwimmen die Zuständigkeiten, wichtige Arbeit bleibt liegen.  

Dabei ist es ganz normal und nicht unbedingt negativ, wenn beim Businessaufbau nicht immer alles glatt läuft. Schließlich führen gerade Fehler und schwierige Zeiten langfristig zu Weiterentwicklung. Dennoch kannst du dir viel Zeit und Kopfzerbrechen sparen, wenn du vorbereitet bist und aus den Fehlern anderer lernen kannst. In diesem Guide teilen wir deshalb die besten Tipps von Startup-Experten, wie du dein Unternehmen erfolgreich durch die nächsten Phasen navigierst.

Unsere Startup-Experten

3107664_158-300x300.jpg

Benedikt Sauter

Co-Founder und CEO von Xentral

Benedikt hat Xentral 2018 mitgegründet und seitdem durch verschiedene Wachstumsphasen begleitet. Da sich Xentral als ERP-System insbesondere an Startups richtet, beschäftigt er sich zusätzlich intensiv mit deren technischen Herausforderungen.

 

Torben-Rabe-300x275.png

Torben Rabe

Country Director Germany bei Qonto

Torben arbeitet nicht nur sehr eng mit den Gründern des FinTech-Unternehmens Qonto zusammen, sondern tauscht sich auch leidenschaftlich gerne mit (angehenden) Unternehmern aus. Dementsprechend kennt er ihre Hürden ebenso gut wie Erfolgsstorys und Best Practices aus der Startupwelt.

 

12 Tipps: So gelingt gesundes Wachstum

1. Kenne dein persönliches Ziel

Um den Fokus nicht zu verlieren und zielgerichtet Entscheidungen zu treffen, empfiehlt Benedikt Gründern, ausgiebig über ihre Ziele nachzudenken. „Man sollte sich als Gründer regelmäßig fragen: Was will ich selbst, was treibt mich an?“, sagt er. „Für die einen etwa zählt nachhaltiges, also langfristiges Wachstum, für die anderen schnelles, starkes Umsatzwachstum.“ Dein Unternehmen und die Produkte müssen zur dir passen – nur so kannst du langfristig erfolgreich sein. Benedikt kann das bestätigen:

„Ich selbst habe z. B. mit der Zeit die Erfahrung gemacht, dass das B2B-Segment einfach besser zu mir passt als B2C. Hier kann ich mich viel mehr ausleben und habe als Unternehmer mehr Spaß und damit auch Energie.“

 

2. Product-Market-Fit prüfen und verbessern 

Stößt dein Angebot auf Nachfrage? Liefert es einen echten Mehrwert für deine Zielgruppe? Torben weiß: Diese Frage sollte mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden können, bevor andere Baustellen in Angriff genommen werden. Viele Startups begehen den Fehler, zu früh viel Geld in Marketingaktivitäten zu stecken, das dann aufgrund des fehlenden Product-Market-Fits verpufft.

„Bei Qonto haben wir uns lange auf UI und UX konzentriert und überlegt, wie wir unseren Kunden mehr bieten können als andere Banken, bevor in eine ordentliche Website und Inbound Leads investiert wurde.“

 

3. In Loops denken

Loops sind die neuen Funnels! Sowohl Benedikt als auch Torben nutzen das Modell und empfehlen es gerade für Startups im Wachstum. Hier wird Entwicklung nämlich nicht als linearer Prozess gesehen, sondern als wiederkehrende Prozesse. Sind diese so gestaltet, dass jeder Input automatisch einen Output generiert, entsteht eine Wachstumsspirale (Growth Loops). Da ein Startup aus vielen verschiedenen Loops zusammengesetzt ist (wie z. B. Vertrieb, Human Resources und Content), solltest du unbedingt dafür sorgen, dass sie zusammenpassen und sich in die gleiche Richtung bewegen. 

 

4. Augen auf beim Markteintritt

Oft begehen Unternehmen den Fehler, Annahmen von ihrem Heimatmarkt auf andere Märkte zu übertragen. Dabei sind die Bedingungen oft ganz anders als erwartet. Als Country Manager eines international agierenden Unternehmens kennt Torben diese Situation nur zu gut. Vor der Expansion rät er deshalb, die Anforderungen der neuen Märkte genau zu prüfen – und trotzdem darauf vorbereitet zu sein, dass sich gewisse Erkenntnisse erst mit der Zeit gewinnen lassen. Prüfe außerdem, ob sich Learnings aus einem Markt auf andere Märkte übertragen lassen.